Säulen unserer Wirtschaft –
Deutschlands Raffinerien

Raffinerien - Motor einer stabilen Wirtschaft

Kein Tag in Deutschland vergeht, an dem wir nicht mit Raffinerieprodukten zu tun haben. Das gilt beim Tanken, Heizen und bei tausend anderen Dingen, die wir jeden Tag in die Hand nehmen. Außerdem sind Raffinerien stabile Stützpfeiler der regionalen Wirtschaft. In Zusammenarbeit mit der chemischen Industrie schaffen sie in ganz Deutschland viele hunderttausend Arbeitsplätze und tragen so zur langfristigen Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft bei.



Anteil an Mineralölprodukten am Rohstoffverbrauch pro Sektor

Raffinerien sind die Grundlage für...

    ... über 240.000 Jobs
    ... eine Wertschöpfung von ca. 19. Mrd. €

Raffinerien bilden die Grundlage für rund 240.000 meist hochqualifizierte Arbeitsplätze und eine Wirtschaftsleistung von 19 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland. Die vorhandenen Logistikstrukturen ermöglichen den flächendeckenden Handel und Vertrieb von Mineralölerzeugnissen, der die Basis für weitere ca. 280.000 Arbeitsplätze sowie eine Wirtschaftsleistung von 17 Milliarden Euro pro Jahr ist.


Quelle: MWV, Economics Trend Research (ETR)

Raffinerien sind das Rückgrat unserer Industrie

Deutschlands Wirtschaft hat einen hohen Industrieanteil – und ist über viele Branchen diversifiziert. Diese breite Aufstellung ist vor allem in Krisenzeiten ein wichtiger Stabilitätsanker. In diesem Mix sind Raffinerien ein zentraler Bestandteil. Sie liefern der Petrochemie, Chemie und Kunststoffverarbeitung ihre Ausgangsstoffe. Viele Zwischenprodukte gehen wieder zurück an die Raffinerien und werden dort zu hochwertigen Endprodukten veredelt. Dieser enge Austausch findet oft in regional eng vernetzten, hochproduktiven Arbeitsmärkten statt, die die Wettbewerbs­fähigkeit der beteiligten Industriepartner hoch konkurrenzfähig halten.


Raffineriepolitik in Deutschland

„Die Politik steht in der besonderen Verantwortung für 240.000 Jobs und 19 Milliarden Euro Wertschöpfung in Deutschland. Der Gesetzgeber muss darauf achten, dass deutsche Raffinerien gegenüber internationaler Konkurrenz nicht benachteiligt werden.“

MWV-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Christian Küchen

Raffinerien: Überhöhte Belastungen vermeiden

Verwendung von Mineralöl in Deutschland

Rund 100 Millionen Tonnen Rohöl werden jährlich in Deutschland durch Raffinerieprozesse in Produkte umgewandelt, zum Beispiel in Benzin, Diesel und Heizöl für Verkehr und Wärme. Im Alltag profitieren wir von tausenden Produkten, die in der chemischen Industrie aus Mineralölprodukten gefertigt werden. Aber auch Schmierstoffe und Bitumen für den Straßenverkehr sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken.

Quelle: MWV. Zahlen gerundet.





Erdöl aus unseren Raffinerien – Einsatz im Alltag

Entdecken Sie Produkte, die mit Erdöl hergestellt werden. Fahren Sie mit dem Mauszeiger auf einen Öltropfen:




Wie arbeitet eine Raffinerie?

Ein wesentlicher Teil des Raffinerieprozesses ist die Destillation – die Aufspaltung des Öls in seine Komponenten. Es folgen weitere Verarbeitungsschritte.





Atmosphärische Destillation: Rohöl wird bei normalem Druck (Atmosphärendruck) auf rund 360 Grad erhitzt und dabei in seine  Bestandteile (Fraktionen) getrennt. Das Ergebnis sind unter anderem die so genannten Mitteldestillate, aus denen Diesel, leichtes Heizöl und Flugkraftstoff hergestellt werden, sowie Rohbenzin als Grundlage für Benzin und als Vorprodukt für die chemische Industrie.

Vakuumdestillation: Was in der atmosphärischen Destillation nicht verdampft, wird nochmals erhitzt. Bei dieser zweiten Destillation führt Unterdruck dazu, dass Öl schon bei niedrigeren Temperaturen verdampft. Das Ergebnis sind Komponenten zur Herstellung unter anderem von Schmierölen, schwerem Heizöl und festen Stoffen wie Wachsdestillat für Kerzen oder Bitumen für Straßenbelag.

Da viele Produkte wie etwa schweres Heizöl im Vergleich zu früher nur noch in geringen Mengen nachgefragt werden, geht der Raffinerieprozess noch weiter: Durch Spalten (engl. Cracken) großer Moleküle, zum Beispiel der Wachsdestillate, werden Überschüsse aus der Destillation umgewandelt in die am Markt nachgefragten Produkte.

Video: Eine Reise durch die Raffinerie

Thermisches Cracken: Bei Temperaturen von rund 500 Grad können Destillate aus der Vakuumdestillation in Koks, Gasöle, Benzin und Gase umgewandelt werden.

Katalytisches Cracken: Mit zusätzlichem Einsatz eines Katalysators kann die Produktausbeute gezielt beeinflusst werden. So wird die Ausbeute z. B. an Benzinkomponenten im Vergleich zu den thermischen Crackern erhöht. Zur Regeneration des Katalysators (Abbrennen von Koksablagerungen) wird dieser im Cracker ständig im Kreis geführt.

Hydrocracken: Durch Kontakt mit Wasserstoff unter hohem Druck von (bis zu 150 bar) werden aus den Komponenten der Vakuumdestillation zahlreiche Produkte gewonnen, insbesondere Benzin und Diesel.

Coker: Der nicht verdampfbare Anteil im Rohöl kann im so genannten Coker unter Druck erhitzt und dabei umgewandel werden in Gase, Benzine, Mitteldestillate und Petrolkoks, der bei der Herstellung von Aluminium zum Einsatz kommt.

Entschwefelung: Moderne Raffinerieprodukte sind weitgehend schwefelfrei. Der abgetrennte Schwefel dient als Rohmaterial für die chemische Industrie – etwa zur Herstellung von Kunstdünger oder von Gummi.




Erleben Sie eine Raffinerie in Aktion

Erdölraffinerien sind hochkomplexe Industrieanlagen, in denen Rohöl zu wertvollen und sauberen Produkten verarbeitet wird. Diese bedienen das Bedürfnis der Menschen nach hoher Lebensqualität und bringen zahllose Verbesserungen im Alltag.
Wenn Sie mehr Details über die Arbeit einer Raffinerie erfahren wollen, lesen sie unsere Broschüre zum Thema Raffinerien. Darin erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die 
Gewinnung von Erdöl sowie dessen Weiterverarbeitung.

Zur Raffinerie-Broschüre


Die Zukunft des Öls

„Die Mineralölwirtschaft trägt dazu bei, dass Kraft- und Brennstoffe immer umweltverträglicher werden. Bereits heute werden die Treibhausgasemissionen der Kraftstoffe durch Beimischung erneuerbarer Anteile reduziert. Und die Branche investiert, um aus ungenutztem Windstrom treibhausgasneutralen Wasserstoff herzustellen. Perspektivisch können aus erneuerbarem Strom, Wasser und CO2 leicht transportable und hochenergetische Kraft- und Brennstoffe vollständig klimaneutral hergestellt werden. Bestehende Infrastrukturen können dabei weiter genutzt werden.“

MWV-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Christian Küchen

Raffinerierundgang mit Vloggerin Joyce

Entdecken Sie die PCK-Raffinerie in Schwedt/Oder mit Youtube-Star Joyce Ilg.

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