Pressemeldung vom 13. April 2017

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Vor Ostern: Benzinpreismarge sinkt

Vor dem Hintergrund weltweit steigender Notierungen für Rohöl und Mineralölprodukte ist der Benzinpreis seit der zweiten Märzhälfte deutlich gestiegen. Noch stärker allerdings gingen die Beschaffungskosten für Benzin nach oben. Das bedeutet: Im harten Wettbewerb um jeden Autofahrer haben die Tankstellen vor Ostern die gestiegenen Einkaufspreise nicht voll an ihre Kunden weitergeben können. Somit ist die Tankstellenmarge in der Osterzeit gesunken.

Seit dem bisherigen Jahrestiefstand am 22. März bei knapp über 50 Dollar je Barrel (159 Liter) verteuerte sich Rohöl der Nordsee-Sorte Brent um fast 6 Dollar auf ein Fünf-Wochen-Hoch. Ein Grund sind Überlegungen innerhalb der OPEC, beschlossene Förderkürzungen ins zweite Halbjahr 2017 zu verlängern. Bezogen auf den Euroraum betrug die Ölpreis-Erhöhung 4 Euro-Cent pro Liter. Hier kommt der zuletzt stärkere US-Dollar als Ursache hinzu.

Die Beschaffungskosten für Benzin sind zuletzt deutlich stärker gestiegen als die Tankstellenpreise

Mit 5,5 Cent je Liter deutlich stärker als Öl zog im selben Zeitraum der Produktpreis für Benzin an. Gründe sind Engpässe auf dem Rhein wegen niedriger Pegel sowie Wartungsarbeiten in Raffinerien. Rohöl und Produkte werden auf getrennten Märkten gehandelt, die Preise verlaufen daher nicht immer parallel. Der Tankstellen-Nettopreis vor Steuern für Benzin stieg dagegen bundesdurchschnittlich nur um 4,4 Cent, was die Tankstellenmargen rechnerisch zeitweise sogar unter die Gewinnschwelle drückte.

Der Tankstellen-Endkundenpreis für Benzin (E10) stieg im Bundesdurchschnitt seit dem Ölpreistief am 22. März um 5 Cent von 1,31 auf 1,36 Euro je Liter und liegt  damit etwas über dem Stand von Anfang März mit 1,34 Euro.

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