Pressemeldung vom 12. Dezember 2017

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Verbraucher bei Diesel schon genug belastet

Berlin, 12.12.2017 – Zu jüngsten Vorschlägen, angebliche „Diesel-Subventionen“ zugunsten der Förderung alternativer Antriebe abzubauen, stellt MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen fest: „Manager und Behördenleiter sollten gut überlegen, bevor sie Fahrern von Dieselfahrzeugen beherzt in die Tasche greifen. Mit 36 Milliarden Euro Steuern im Jahr auf Benzin und Diesel tragen Autofahrer und Wirtschaft bereits einen erheblichen Anteil zum Bundeshaushalt bei. Inklusive Mehrwert- und Kfz-Steuer sind es knapp 60 Milliarden Euro. An der Zapfsäule macht die Steuer auf Diesel schon jetzt mehr als die Hälfte des Preises aus. Daher ist die Absage der Bundesregierung an diese Vorschläge sehr zu begrüßen.“

Auch mit Blick auf die CO2-Emissionen tragen Fahrer sowohl von Benzin- und Diesel-Pkw die mit Abstand höchste Abgabe: Bei durchschnittlicher Jahresfahrleistung (12.000 km) sind es jeweils rund 275 Euro je emittierter Tonne Kohlendioxid bezogen auf die Mineralöl- und Kfz-Steuer. Für Halter von Elektroautos fallen dagegen nur 38 Euro je Tonne an CO2 an (siehe Grafik).

Ein "Dieselprivileg" gibt es nicht

Die Mineralölsteuer auf Benzin war im Zuge der Deutschen Einheit 1989/90 deutlich stärker erhöht worden als auf Diesel, letzteres insbesondere, um die Mehrbelastung für Gewerbetreibende und Handwerk zu begrenzen. Küchen: „Von einem angeblichen Dieselprivileg kann also keine Rede sein, eher von einer Benzin-Extrasteuer. Im EU-Vergleich sind Kraftstoffe in Deutschland nach wie vor überdurchschnittlich hoch besteuert. Elektroautos sind wegen der vergleichsweise niedrigen Steuern auf Strom und der Kfz-Steuerbefreiung dagegen steuerlich doppelt privilegiert.“

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