Pressemeldung vom 18. November 2020

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Tankstellen sind Teil der Verkehrswende

Ladesäulen für Elektroautos werden zunehmend auch an Tankstellen installiert. Foto: AdobeStock

Die Mineralölwirtschaft in Deutschland bekennt sich zu den Pariser Klimazielen und unterstützt daher auch den Hochlauf der Elektromobilität durch den Aufbau eines Schnellladesäulen-Netzes für E-Autos an den Tankstellen. Die Branche begrüßt den Verzicht auf einen bundesweiten Ladesäulen-Zwang und das Gesprächsangebot zur Umsetzung der ehrzeigen Aufbau-Ziele. Allerdings müssen Tankstellen wirtschaftlich arbeiten, wenn die Klimaziele im Verkehr erreicht werden sollen. Hier sieht die Branche die Bundesregierung mit in der Pflicht.

„Die Tankstellengesellschaften in Deutschland haben bereits vor Jahren freiwillig mit dem Aufbau eines Ladesäulennetzes für E-Autos begonnen“, sagte Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Berlin. „Sie installieren zudem Solardächer an den Stationen und bieten zunehmend Wasserstoff für Brennstoff-zellenfahrzeuge an. Damit sind sie längst ein Teil der Energie- und Verkehrswende.“

Einfacheres Planungs- und Genehmigungsrecht

Ein Ladesäulen-Zwang hingegen würde der wirtschaftlichen Situation an vielen Tankstellen nicht gerecht, sagte Küchen weiter. „Freiwilligkeit gepaart mit staatlichen Anreizen ist daher der richtige Weg. Die Bundesregierung hat diesen Weg beschritten. Das Gesprächsangebot über die konkrete Ausgestaltung der Förderung nehmen wir selbstverständlich an.“

Der weitere Fortschritt beim Aufbau des Ladesäulen-Netzes hänge jetzt entscheidend davon ab, inwieweit die Bundesregierung das ehrgeizige Vorhaben in nächster Zeit fördere. „Es geht dabei nicht nur ums Geld. Wir brauchen vereinfachte Planungs- und Genehmigungs-verfahren, sprich: weniger Bürokratie. Wir stehen auch hier zu Gesprächen bereit.“

Weitere klimafreundliche Antriebsarten im Blick behalten

Die Mineralölindustrie arbeite am „Netto Null“-Ziel bei den CO2-Emissionen in der EU bis 2050 aktiv mit. „Gerade deswegen gilt: Wenn die Tankstellen ein wirtschaftlich tragfähiger Knotenpunkt der individuellen Mobilität bleiben sollen, dann muss auch die klimafreundliche Mobilität mit Brennstoffzellen- und Verbrennungsmotor-Fahrzeugen weiter einbezogen werden, etwa über moderne Biofuels und klimaneutrale synthetische Kraftstoffe“, betonte Küchen abschließend. Dann aber wäre das von der EU ins Spiel gebrachte Quasi-Verbot für neue Pkw mit Verbrennungsmotor ab 2025 absolut kontraproduktiv. „Erfolgversprechend ist dagegen die neutrale Förderung aller klimafreundlichen Antriebsarten, nicht nur einer.“

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