Pressemeldung vom 7. Juni 2021

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Speichervorteil von Heizöl zahlt sich für Kunden aus

Heizölkunden konnten sich 2020 für den kalten Jahresstart 2021 günstig eindecken. Foto: IWO

Von Januar bis April 2021 ist der Absatz an Mineralölprodukten nach Zahlen des Mineralölwirtschaftsverbandes gegenüber den ersten vier Monaten des Vorjahrs bedingt durch die Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen. Heizölkunden hatten sich 2020 zu günstigen Preisen kräftig eingedeckt. Für die Zukunft müssen deutlich mehr klimaschonende Lösungen für Verkehr und Wärme gefunden werden.

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie waren in diesem Frühjahr stärker als vor Jahresfrist: Der Absatz aller Mineralölprodukte in Deutschland ging von Januar bis April 2021 gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent zurück, von 32,5 auf 26,9 Millionen Tonnen. Der Verbrauch von Benzin sank um 12 Prozent, der von Diesel um 14 Prozent. Der Absatz an Flugkraftstoff ging um 48 Prozent zurück. Die Heizölverkäufe nahmen sogar um 51 Prozent ab, nach plus drei Prozent im Gesamtjahr 2020. Lediglich Rohbenzin, das als Ausgangsstoff in die chemische Produktion eingeht, verzeichnete von Januar bis April 2021 ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein Indikator für eine wieder verbesserte Industriekonjunktur.

Heizölkunden konnten das kalte Frühjahr preisgünstig überstehen

MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen: „Die Heizölkunden haben sich 2020 angesichts sehr niedriger Preise kräftig eingedeckt. CO2-Aufschlag und Wiederanhebung der Mehrwertsteuer standen da erst noch bevor. Die Verbraucher lagen damit goldrichtig und konnten das vergleichsweise kalte Frühjahr 2021 preisgünstig überstehen. Hier zeigt sich ein Vorteil von Energieträgern, die einfach zu speichern und bevorraten sind.“

Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug der Inlands-Heizölpreis 50 Euro je 100 Liter bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern, der niedrigste Wert seit 2016. In diesem Jahr liegt der Heizölpreis bislang bei durchschnittlich 67 Euro. Ursachen für den Preissprung sind der neue CO2-Aufschlag und gestiegene Ölpreise.

Anreize für klimafreundliche Energien schaffen

Ein CO2-Aufschlag auf fossile Energien sei grundsätzlich ein richtiger Weg zu Treibhausgasminderungen, so Küchen weiter. „Ein Aufschlag allein führt allerdings nur zu einer reinen Verteuerung für Verbraucher. Daher müssen im nächsten Schritt CO2-neutrale Energien wie Biofuels und synthetische Kraftstoffe von der Energiesteuer ausgenommen werden. Nur dann besteht ein echter Anreiz zum Klimaschutz auch in der großen Pkw und Nutzfahrzeug-Flotte.“

Im Heizungsbereich gelte es, zwei Vorteile zu erhalten: „Ölheizungen sind nicht leitungsgebunden, und die Energielieferung ist vom Verbrauch zeitlich entkoppelt.“ Die Lösung bestehe hier darin, den Energieverbrauch der Gebäude deutlich zu reduzieren und schrittweise den Marktzutritt alternativer, klimafreundlicher flüssiger Brennstoffe zu ermöglichen, „beispielsweise durch Beimischungsquoten“.

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