Pressemeldung vom 31. August 2018

←   Alle weiteren Pressemeldungen finden Sie hier

MWV-Jahresbericht 2018: Mineralölwirtschaft stellt sich Herausforderungen der Klimapolitik

Die Mineralölwirtschaft will den Wandel in eine treibhausgasarme Zukunft aktiv mitgestalten und stellt sich den klimapolitischen Herausforderungen. So hat die Branche mit der VISON 2050 einen Weg vorgestellt, der die zunehmende Nutzung neuer, umweltschonender Ressourcen in unseren Raffinerien beschreibt. Details dazu finden sich im heute veröffentlichten Jahresbericht 2018 ab Seite 10.

Hintergrund der Strategie ist, dass flüssige Energieträger und Rohstoffe in vielen Bereichen wegen ihrer hohen Energiedichte nicht zu ersetzen sein werden. Das betrifft den Flug-, Schiff- und Langstrecken-Lkw-Verkehr ebenso wie die chemische Industrie. Auch eine Vollelektrifizierung des Pkw-Sektors liegt, wenn überhaupt, noch in weiter Ferne. Derzeit sind in Deutschland rund 47 Millionen Pkw zugelassen, von denen viele Millionen noch im Jahr 2030 unterwegs sein werden.

Synthetische Kraftstoffe zur Zielerreichung erforderlich

Um die ambitionierten Klimaziele in den Sektoren Mobilität, Wärme und chemische Industrie erreichen zu können, ist daher der Einsatz klimafreundlicher synthetischer Kraftstoffe (E-Fuels) und fort-schrittlicher Biokraftstoffe erforderlich. Das unterstreicht eine Studie der Prognos AG, die Szenarien zur Abschätzung des künftigen Bedarfs enthält (Seite 22). Erste Ansätze zur Unterstützung von E-Fuels finden sich auch im Koalitionsvertrag (Seite 28).

Aktuell ist Mineralöl mit einem Anteil von 34,5 Prozent am Energiemix der nach wie vor wichtigste Energieträger in Deutschland (Jahresbericht Seite 14). Der Absatz von Mineralölprodukten wie u. a. Benzin, Diesel, Heizöl, Flugkraftstoff sowie Schmierstoffe stieg im vergangenen Jahr um gut zwei Prozent auf 106 Millionen Tonnen.

Kein Grund für höhere Energiesteuern

Die Einnahmen des Bundes aus der Energiesteuer (frühere Mineralölsteuer) liegen mit rund 41 Milliarden Euro 2017 auf hohem Niveau. Von den Tankstellen-Einnahmen aus jedem Liter Benzin und Diesel geht deutlich mehr als die Hälfte an den Fiskus. Gründe für Steuererhöhungen gibt es also nicht (Seite 36).

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Einfach das Formular ausfüllen und abschicken.
Name

E-Mail-Adresse
Ihre Frage