Pressemeldung vom 22. August 2014

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Kraftstoffpreise sinken in den Sommerferien

Das Ende der großen Ferien in sechs Bundesländern wird begleitet von deutlich gesunkenen Tankstellenpreisen. Zu den Gründen zählen die gute Versorgung der Rohöl- und Produktmärkte, gleichzeitig steigt die Weltölnachfrage geringer als bislang erwartet. Neben den Ölpreisen sind daher auch die für die Tankstellenpreise maßgeblichen Einkaufskosten für Benzin und Diesel gefallen.

 

Aktuell zahlen Autofahrer an der Tankstelle für Superbenzin (E10) im Bundesdurchschnitt mit 1,50 Euro je Liter 6 Cent weniger und für Diesel mit knapp 1,35 Euro 4 Cent weniger als Ende Juni. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kraftstoffpreise ihren bisherigen Jahreshöchststand erreicht, deutlich vor dem Start der Sommerferiensaison am 7. Juli mit Beginn in Nordrhein-Westfalen. Zum Feriensaisonstart waren die Preise bundesdurchschnittlich bereits 2 Cent (E10) und 3 Cent (Diesel) gefallen.

 

„Sinkende Tankstellenpreise auch während großer Urlaubs- und Rückreisewellen sind weder ungewöhnlich noch überraschend. Denn die Preise richten sich im Wesentlichen nach den Einkaufskosten für Benzin und Diesel. Das sind Weltmarktpreise, die sich nicht an nationalen oder regionalen Ferienkalendern orientieren“, so MWV-Hauptgeschäftsführer Klaus Picard. Benzin und Diesel werden auf den globalen Produktmärkten unabhängig vom Rohölmarkt gehandelt. Der Preis für das Mineralöl-Produkt Benzin fiel daher im Vergleich der letzten Juniwoche zu dieser Woche um 5 Cent je Liter, der Preis für das Produkt Diesel um 2 Cent.

 

Zur guten Versorgung der Produktmärkte trägt die starke Rohölförderung der USA von 8,7 Millionen Barrel (à 159 Liter) pro Tag bei, dem höchsten Stand seit 1987. Die OPEC-Produktion liegt stabil über der Marke von 30 Millionen Barrel pro Tag. Das gilt auch für die Ölproduktion des OPEC-Mitglieds Irak mit konstant oberhalb drei Millionen Barrel pro Tag. Gleichzeitig senkte die Internationale Energie-Agentur (IEA) ihre Öl-Weltwachstumsprognose für das laufende Jahr um 180.000 Barrel pro Tag unter anderem aufgrund niedrigerer Konjunkturerwartungen in China und Russland. Gegenüber Juni ging der Preis der Nordsee-Sorte Brent daher von 115 auf zuletzt 102 Dollar je Barrel zurück. Gedämpft wurde der Preisrückgang in der Euro-Zone durch einen schwächeren Euro gegenüber dem Dollar.

 

Die Sommerferien endeten jüngst in Nordrhein-Westfalen (Dienstag) und Hamburg (Mittwoch), sie gehen offiziell heute in Berlin und Brandenburg sowie morgen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu Ende.

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