Pressemeldung vom 4. Juni 2020

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Konjunkturprogramm setzt positive Anreize, Förderung klimaneutraler Kraftstoffe fehlt

Erfolgversprechend wäre eine Förderung CO2-neutraler synthetischer Kraftstoffe. Foto: AdobeStock

Zum Konjunkturprogramm der Bundesregierung sagt Prof. Dr.-Ing. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV):

„Das Konjunkturprogramm zur Bewältigung der Corona-Krise enthält eine ganze Reihe positiver Punkte für Wirtschaft, Verbraucher und auch für Klimaschutz in der Mobilität. So ist die Senkung der Mehrwertsteuer ein guter Schritt zur Ankurbelung der Konjunktur. Diese Entscheidung kommt auch den Käufern moderner, verbrauchsarmer Fahrzeuge zugute.“

„Ebenso hervorzuheben sind Pläne für einen Markthochlauf von grünem und damit klimafreundlichem Wasserstoff zum Einsatz in der Mobilität. Das gilt auch für die Förderung von LNG als treibhausgasarmen Schiffskraftstoff.“

Erhöhung der Kaufprämie für Elektroautos wirft Fragen auf

„Positiv sehen wir darüber hinaus die ambitionierte Umsetzung der EU-Richtlinie für Erneuerbare Energien (RED II) in deutsches Recht. Diese allgemeine Zielvorgabe muss jetzt als Förderung klimafreundlicher Produktion in Raffinerien und CO2-reduzierter Kraftstoffe umgesetzt werden.“

„Die nochmalige Erhöhung der Kaufprämie für Elektroautos wirft hingegen Fragen auf. Für die Förderung von Elektroautos gibt es schon jetzt teure Programme, die den Staat viel Geld kosten, ohne dass ein nachhaltiger Effekt zu verzeichnen wäre. Hier wäre ein Bekenntnis zur Förderung von CO2-neutralen synthetischen Kraftstoffen erfolgversprechender, da so auch die schon bestehende Pkw- und Lkw-Flotte zunehmend klimafreundlich angetrieben werden kann. Dieser Weg muss auch unabhängig vom Konjunkturpaket weiter beschritten werden.“

 

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