Pressemeldung vom 4. Mai 2017

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Keine Ökostrom-Strafabgabe für Autofahrer

Vor dem Hintergrund ungebremst steigender Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien mehren sich Stimmen, die zum Ausgleich Autofahrer und Heizölkunden stärker zur Kasse bitten wollen. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes: „Wir wenden uns entschieden gegen eine solche Strafabgabe für Autofahrer zur Verschleierung der Energiewende-Kosten. Wirtschaft und Bürger würden unterm Strich keinen Cent sparen, im Gegenteil: Damit ginge nur jegliche Kostenkontrolle beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energien verloren.“

Im vergangenen Jahr leisteten Wirtschaft und Verbraucher 25 Milliarden Euro für den Ausbau und Betrieb erneuerbarer Energien (EEG-Umlage). Privathaushalte und große Teile der Wirtschaft kostet die Umlage knapp 7 Cent je Kilowattstunde, Fachleute prognostizieren für die kommenden Jahre einen weiteren Anstieg auf 10 Cent. Küchen: „Um die EEG-Umlage künstlich zu senken, scheint vielen Branchenvertretern der Griff ins Portemonnaie der Autofahrer, Speditionen und auch Heizölkunden da offenbar naheliegend. Sie wollen nicht die Kosten unter Kontrolle bekommen, sondern lediglich neu verteilen.“

Benzin und Diesel werden je emittierte Tonne CO2
am höchsten belastet

Es sei zudem ein Irrglaube, Autofahrer würden unter Klimagesichtspunkten noch nicht hinreichend finanziell herangezogen: Vergleiche man die Besteuerung auf die Energieträger Benzin, Diesel, Gas und Strom in der Mobilität, werden Benzin und Diesel je emittierte Tonne CO2 am höchsten belastet. So zahlen Fahrer eines Benzin-Pkw mit bis zu 277 Euro je Tonne CO2 den bei weitem höchsten Betrag (siehe Grafik). Es folgt Diesel mit 169 Euro. Wer ein E-Auto fährt, zahlt lediglich rund 45 Euro je Tonne CO2.

„Trotz dieser hohen CO2-Belastung auf Benzin und Diesel verlangt die Mineralölwirtschaft auch keine Sonderumlage auf Strom zur finanziellen Entlastung der Autofahrer“, so Küchen abschließend. „Unser Vorschlag: Jeder Energieträger, ob bei Verkehr, Wärme oder Strom, trägt seine Kosten zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen sachgerecht weiterhin selbst. So ist für uns selbstverständlich, dass die Kosten für Biokraftstoffe in Benzin und Diesel nicht vom Stromkunden übernommen werden.“

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