Pressemeldung vom 20. Oktober 2017

←   Alle weiteren Pressemeldungen finden Sie hier

Dena-Studie: Anreize statt Verbote am besten für Klimaschutz

Wettbewerb und Offenheit seitens Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Wahl der Technologien bringen die besten Ergebnisse mit Blick auf Klimaschutzziele und Bezahlbarkeit hervor. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Energie-Agentur dena in der jüngst veröffentlichten Zwischenbilanz ihrer Leitstudie „Integrierte Energiewende“. Eine derartige Technologieoffenheit führe zu deutlich geringeren Kosten als Szenarien, „die einseitig auf einen hohen Grad an Elektrifizierung ausgelegt sind“.

Wegen des weiterhin hohen Bedarfs an Mineralölprodukten werden deren treibhausgasneutrale Varianten, die synthetischen Kraft- und Brennstoffe oder E-Fuels, eine zunehmend wichtige Rolle spielen, heißt es weiter. Die Autoren empfehlen die Technologie „Power-to-Liquid“ (PtL), die Umwandlung von Ökostrom zu CO2-neutraler flüssiger Energie. „Deutschland sollte die Markteinführung der entsprechenden Technologien unterstützen, um die rechtzeitige Verfügbarkeit abzusichern und die Entwicklung globaler Märkte anzustoßen“, heißt es in der von namhaften Professoren aus dem Energiesektor begleiteten Studie.

Absage an reine Elektromobilität

Auch bei einer deutlichen Effizienzsteigerung der Antriebe würden künftig „erhebliche Mengen flüssiger Energieträger benötigt, um den Gesamtenergiebedarf des Mobilitätssektors zu decken“, heißt es in der Studie weiter. Dagegen scheine „eine rein strombasierte Energieversorgung aller Verkehrsträger den an der Leitstudie beteiligten Experten sehr unwahrscheinlich“.

Die Autoren fordern Rahmenbedingungen, die einen Wettbewerb der Technologien und Energieträger „zur effizientesten Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele fördern“. Unter diesen Bedingungen ließen sich die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2050 um bis zu 90 Prozent senken. Das Zwischenfazit solle „Impulse für die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen und die Überarbeitung des Klimaschutzplans 2050“ geben. An der Leitstudie sind neben Wissenschaftlern auch Firmen und Verbände beteiligt, darunter der Mineralölwirtschaftsverband (MWV).

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Einfach das Formular ausfüllen und abschicken.
Name

E-Mail-Adresse
Ihre Frage