Pressemeldung vom 26. März 2019

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Bericht der Verkehrskommission ist
gute Basis für weiteren Klimaschutz

Ohne Biofuels und E-Fuels ist die klimafreundliche Verkehrswende nicht zu schaffen

Die Nationale Plattform zur Zukunft der Mobilität (Verkehrskommission) hat in ihrem Zwischenbericht Wege für einen umfassenden Klimaschutz im Verkehrssektor aufgezeigt. Auch die Aspekte Bezahlbarkeit, Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfungsketten in Deutschland sind einbezogen. Allerdings sind die Ziele nur zu erreichen, wenn alle Optionen zur Treibhausgasminderung in erheblichem Umfang genutzt werden.

MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen: „Der Bericht der Verkehrskommission ist eine gute Basis für den weiteren Klimaschutz im Verkehr.“ Positiv zu bewerten sei, dass die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen für fortschrittliche Biokraftstoffe (Biofuels) und für klimaneutrale synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) zu schaffen, klar adressiert wurde. Küchen ist Mitglied der Kommission.

 

E-Fuels und Biokraftstoffe zum Erreichen
der Pariser Klimaziele notwendig

Zu E-Fuels und Biofuels bestätigt der Bericht, dass flüssige regenerative Kraftstoffe auch langfristig notwendig sind, um die Pariser Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Das gilt etwa bei schweren Lkw sowie im Luft- und Seeverkehr. Für Pkw sind sie eine Option im Wettbewerb mit der Elektromobilität. Der Bericht hält fest, dass Biofuels und E-Fuels gut transportiert, gespeichert und in die bestehende Tank-Infrastruktur integriert werden können. Christian Küchen: „Bei Pkw und Lkw kann der Markthochlauf am ehesten gelingen. Es ist daher Aufgabe der Politik, im Rahmen der Verkehrswende die neuen, klimaschonenden Kraftstoffe stärker in den Mittelpunkt zu rücken.“

Die Mineralölwirtschaft unterstützt zudem die im Zwischenbericht vorgesehene Prüfung eines CO2-Preises im Verkehr. Ein CO2-Steuersystem müsse unter Einbeziehung aller bestehenden Abgaben neu aufgebaut werden, so Küchen. „Wichtig ist, dass ein Preis auf CO2-Emissionen nicht einfach auf die bestehenden Belastungen draufgesattelt wird. Denn mit der geltenden Energiesteuer umgerechnet auf die CO2-Emissionen tragen die Nutzer von Benzin- und Diesel-Pkw schon heute die größte CO2-Abgabenlast im Verkehr.“

Der MWV-Hauptgeschäftsführer abschließend: „Elektromobilität, Biofuels, E-Fuels, die Stärkung der Schiene für den Güter- und Personenverkehr wie auch, als Querschnitts-thema, die Digitalisierung – alle Handlungsfelder müssen kurzfristig erheblich gestärkt werden. Diesem Aspekt trägt der Zwischenbericht der Verkehrskommission Rechnung. Die federführenden Bundesministerien Verkehr und Umwelt haben bei der schwierigen Vermittlung der unterschiedlichen Sichtweisen gute Arbeit geleistet.“

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