Pressemeldung vom 13. Mai 2016

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Benzinpreise vor Pfingsten leicht gesunken

Vor Pfingsten ist der Benzinpreis in Deutschland leicht zurückgegangen. Der Liter E10 wurde seit dem vergangenen Wochenende im Bundesdurchschnitt um 2 Cent günstiger und notiert bei 1,27 Euro. „Es zeigt sich einmal mehr, dass kein Zusammenhang zwischen Tankstellenpreisen, Ferien und Feiertagen besteht“, sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen. Hintergrund des aktuellen Preisrückgangs ist ein erheblicher Druck auf die Tankstellenmargen in jüngster Zeit.

Der Benzinpreis liegt damit wieder auf demselben Niveau wie zu Jahresbeginn – obwohl der Rohölpreis in derselben Zeit um 5 Euro-Cent je Liter gestiegen ist. Grund ist ein derzeit hohes Benzinangebot auf den globalen Produktmärkten, was auf den Benzinpreis drückt. Küchen:

„Damit ist belegt, dass der Ölmarkt und die Produktmärkte jeweils eigenständig sind und dass der Benzinpreis an der Tankstelle in erster Linie vom Produktpreis, nicht vom Ölpreis abhängt.“

Gleichzeitig besteht im deutschen Markt eine sehr hohe Markttransparenz und eine massive Tankstellenkonkurrenz.

Auf dem aktuellen Preisniveau ist Benzin fast 20 Cent je Liter günstiger als zu Pfingsten vor einem Jahr mit damals 1,45 Euro. Vor Jahresfrist lagen auch der Ölpreis und der Produktpreis für Benzin  – aus Sicht der Tankstellen der Einkaufspreis – deutlich höher als derzeit.

Wie lange die aktuelle Preisentwicklung anhält, lasse sich nicht prognostizieren, da auf den Ölpreis gegensätzliche Faktoren einwirkten. So verzeichneten afrikanische Länder und Kanada in jüngster Zeit Produktionsausfälle. Die Förderung in den USA als drittgrößtem Ölproduzenten ist gesunken und hat die Grenze von 9 Millionen Barrel pro Tag unterschritten. Zugleich hat die Ölnachfrage in Indien und weiteren Schwellenländern angezogen. Dagegen hat der Iran nach Ende des Embargos angekündigt, seine Ölproduktion von 3 auf 4 Millionen Barrel erhöhen zu wollen. Russland und Saudi-Arabien fördern mit Mengen oberhalb von 10 Millionen Barrel auf hohem Niveau, und auf der Nachfrageseite war der Ölbedarf Chinas zuletzt nicht mehr so stark gestiegen wie in früheren Jahren. Küchen:

„Der Welt-Ölmarkt ist aktuell von einem Überangebot geprägt. Das ist konsumentenfreundlich, kostet allerdings auch Nachfrage aus ölexportierenden Ländern nach deutschen Investitions- und Konsumgütern. Offen ist, welche Kräfte am Ölmarkt langfristig die Oberhand behalten.“

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