Pressemeldung vom 18. April 2019

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Benzinpreise 2019 weniger stark gestiegen
als der Ölpreis

Die Kraftstoffpreise an den Tankstellen sind seit Jahresbeginn zwar gestiegen, allerdings deutlich geringer als der Ölpreis und die jeweiligen Produktpreise für Benzin und Diesel. Die Tankstellenmargen sind infolgedessen äußerst niedrig. Das gilt auch aktuell für die Zeit vor Ostern.

Seit Jahresbeginn hat sich der Tankstellenpreis für Benzin (Super E10) im Bundesdurchschnitt von 1,34 auf 1,44 Euro und für Diesel von 1,24 auf 1,27 Euro je Liter erhöht. Dabei bleiben die Kraftstoffpreise allerdings deutlich hinter den gestiegenen Notierungen für Rohöl und Mineralölprodukte zurück.

So hat der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent seit Anfang Januar in Euro gerechnet um 12 Cent je Liter zugelegt. Der Produktpreis für Benzin (Super E10) in Deutschland, den die Tankstellen im Einkauf bezahlen müssen, stieg um gut 10 Cent je Liter.

Der vergleichbare Benzinpreis an der Tankstelle ohne Energie- und Mehrwertsteuer stieg im selben Zeitraum aber nur um 8 Cent je Liter.

 

"Tankstellen haben weder höheren Ölpreis noch gestiegenen Einkaufspreis an Autofahrer weitergegeben.“

Dazu sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen: „Das bedeutet, dass die Tankstellen aufgrund des harten Wettbewerbs in Deutschland weder die höheren Ölpreise noch die gestiegenen Einkaufspreise voll an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben haben.“

Vielmehr sind die Nettomargen an den Tankstellen, also der Anteil aus dem Kraftstoffgeschäft, der den Tankstellengesellschaften nach Abzug aller Vertriebskosten als Einnahme verbleibt, unter Druck geraten. Das gilt auch aktuell vor Ostern.

Als Hauptursache für den gestiegenen Ölpreis gilt die gedrosselte Förderung der OPEC sowie weiterer Länder, voran Russland, in den vergangenen Monaten. Daher hält das Weltölangebot mit der globalen Nachfrage aktuell nicht Schritt. Zudem hatte der Euro gegenüber dem Dollar als Rohstoff-Leitwährung leicht an Wert verloren.

Küchen abschließend: „Niemand freut sich über steigende Preise. Aber dem globalen Rohöl-Trend kann sich auch der deutsche Markt nicht entziehen. Erfreulich aus Verbrauchersicht ist, dass sich Benzin und Diesel nicht entsprechend verteuert haben.“

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