Pressemeldung vom 27. März 2020

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Angebot an Benzin, Diesel und Heizöl wird aufrechterhalten

Die Versorgung mit Mineralölprodukten, insbesondere Kraft- und Brennstoffen, bleibt auch angesichts der Corona-Krise im vollem Umfang erhalten. Dies gilt insbesondere für Einrichtungen der Gesundheit und öffentlichen Sicherheit, aber auch für Wirtschaft und Verbraucher insgesamt. Benzin und Diesel sind reichlich vorhanden, die Belieferung ist bundesweit gesichert. Knappheiten sind nicht zu erwarten.

MWV-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Christian Küchen: „Benzin und Diesel bleiben ausreichend verfügbar. Die Belieferung von Supermärkten, Drogerien und Apotheken muss sichergestellt sein. Ärzte, Klinikpersonal, Mitarbeiter von Wasserwerken, Energieunternehmen und weiteren versorgungs- und sicherheitsrelevanten Institutionen müssen geschützt vor dem Virus an ihren Arbeitsplatz gelangen können. Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten müssen jederzeit einsatzbereit sein. Daher zählen Raffinerien und Tankstellen zu den systemkritischen Infrastrukturen.“

Der Tankstellenwettbewerb ist intakt

Nicht nur die Tankstellenversorgung, auch der Tankstellenwettbewerb sei voll intakt, betonte Prof. Küchen. „Mit den Ölpreisen sind daher auch die Preise für Benzin und Diesel stark gesunken, im Bundesdurchschnitt um jeweils gut 20 Cent je Liter seit Jahresbeginn.“ Bundesdurchschnittspreise von rund 1,24 Euro bei Benzin (Super E10) und 1,11 Euro bei Diesel seien der niedrigste Stand seit März 2016 (Benzin) und Juli 2017 (Diesel).

Die Tankstellenpreise für Benzin (E10) und Diesel sind zuletzt deutlich gesunken. Grafik: MWV

Höhere Kosten wegen Corona-Krise und Biokraftstoffen

Noch niedrigere Preise seien leider nicht möglich gewesen, führte Prof. Küchen weiter aus: „Die Raffinerien und Tankstellen stehen wegen des Corona-bedingten erheblichen Absatzrückgangs höheren Produktions- und Vertriebskosten pro Kunde gegenüber. Darüber hinaus verzeichnet die Branche höhere Biokraftstoffkosten infolge verschärfter gesetzlicher Vorgaben, mit denen sie verstärkt zum Klimaschutz beiträgt. Diese Kosten müssen gedeckt werden, denn nur wenn Raffinerien und Tankstellen wirtschaftlich arbeiten, ist ihr Bestand langfristig gesichert.“

Sondersituation beim Heizöl

Eine Sondersituation gebe es beim Heizöl: „Auch hier haben wir keinen Mangel. Aufgrund der zuletzt deutlich gestiegenen Nachfrage ist die Kundenliste bei den Händlern allerdings so lang geworden, dass es bis zur Belieferung mehrere Wochen dauern kann.“ Bei einer Abnahme von 3000 Litern ist der Preis im Bundesdurchschnitt seit Jahresbeginn von rund 70 Cent auf 50 Cent je Liter gefallen.

 

Prof. Küchen abschließend: „Von der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist natürlich auch das Geschäft der Raffinerien und Tankstellen betroffen. Wir rechnen mit einem deutlichen Absatzrückgang ab dem Monat März. Es gilt aber jetzt erst recht: Gerade in dieser Situation muss Mobilität gewährleistet sein, um Sicherheit und Versorgung aufrechtzuerhalten.“

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