Pressemeldung vom 21. September 2016

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Sommerbilanz 2016 an der Tankstelle:
Benzin mit 1,28 Euro günstiger als in den Vorjahren

Autofahrer in Deutschland haben im Sommer 2016 durchschnittlich 1,28 Euro je Liter Benzin (E10) bezahlt. Damit liegt der Preis deutlich niedriger als in den Jahren zuvor. MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen zur Bilanz des kalendarischen Sommers 2016: „Es zeigt sich einmal mehr, dass die Tankstellen ungeachtet von Ferienzeiten niedrigere Einkaufspreise an den internationalen Märkten eins zu eins an ihre Kunden weitergegeben haben.“

Ein Liter Diesel kostete im heute zu Ende gehenden kalendarischen Sommer durchschnittlich 1,08 Euro. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren lag Diesel bei 1,36 Euro, Benzin bei 1,52 Euro. Damals betrug der Ölpreis 105 US-Dollar je Barrel (159 Liter), in diesem Sommer waren es 47 Dollar. Auch 2015 waren Benzin (1,40 Euro) und Diesel (1,16 Euro) im Sommer teurer als derzeit.

Hohe Steuern bremsen Preisrückgang

„Insgesamt sind die Spritpreise über den Sommer sogar gesunken“, so Küchen weiter. Grund ist der Einkaufspreis, der für Benzin aktuell 2 Cent je Liter niedriger als zu Sommerbeginn liegt. Der vergleichbare Tankstellenpreis vor Steuern für den Kunden gab ebenfalls 2 Cent nach. „Das zeigt, dass nur die Änderungen im Einkaufspreis weitergegeben wurden – ein Beleg für die hohe Transparenz und den hart umkämpften Markt.“ Dass die Tankstellenpreise nicht so massiv gesunken seien wie der Ölpreis, liege in erster Linie an den hohen Steuern auf Kraftstoffe in Deutschland: „Von jedem Liter Benzin sind in diesem Sommer durchschnittlich 86 Cent an den Fiskus gegangen, bei Diesel 65 Cent. Das sind Steuerquoten von 67 beziehungsweise 60 Prozent.“ Die Mineralölsteuer ist ein fester Betrag, der nicht mit dem Preis schwankt.

Auf den Ölpreis drückt die hohe Versorgung des globalen Ölmarkts. Seit Mitte 2014 ist die Ölförderung unter anderem in Saudi-Arabien und dem Irak deutlich gestiegen, zudem ist der Iran nach dem Ende des Embargos im Frühjahr als Ölexporteur auf die internationale Bühne zurückgekehrt. Alle OPEC-Länder zusammen verzeichneten im August einen Förderrekord von 33,5 Millionen Barrel pro Tag, was gut einem Drittel der Weltnachfrage entspricht. Ebenfalls auf Rekordstand gefüllt sind die weltweiten Rohöllager mit rund 3 Millionen Barrel. Gleichzeitig wächst die Welt-Ölnachfrage laut Internationaler Energie-Agentur (IEA) schwächer als erwartet.

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