Belastung der Raffinerien
durch EEG-Umlage

Da die Raffinerien in Deutschland im internationalen Wettbewerb stehen, sind sie zu Recht von der Strom-Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) befreit. Das immer wieder geforderte Ende dieser Entlastung würde die Zukunftsfähigkeit der betroffenen Raffinerien massiv in Frage stellen.

Überhöhte Belastungen für Raffinerien
durch EEG-Umlage vermeiden

Für die stromintensive Mineralölverarbeitung ist ein Stromkostenniveau unverzichtbar, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerien nicht gefährdet. Das Eneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) sowie die europäischen Energie- und Umwelt-Beihilfeleitlinien erkennen vor diesem Hintergrund zu Recht an, dass der Raffineriesektor zu den entlastungsberechtigten Wirtschaftszweigen gehören muss.

Die Entlastungen von der EEG-Umlage stellen einen unentbehrlichen Nachteilsausgleich dar. Sie stehen jedoch immer wieder auf dem Prüfstand. So steht derzeit die Forderung im Raum, die eigene Stromerzeugung in bestehenden Raffineriekraftwerken mit der EEG-Umlage zu belasten.

Dies würde die Zukunftsfähigkeit der betroffenen Raffinerien massiv in Frage stellen, mit allen Konsequenzen für Arbeitsplätze und industrielle Wertschöpfungsketten an den einzelnen Standorten. Beim Betrieb der Eigenstromerzeugungsanlagen in Raffinerien besteht keinerlei Spielraum für zusätzliche Kostenbelastungen.

Vorteile der industriellen Eigenstromerzeugung anerkennen und nutzen

Dabei trägt gerade die Strom- und Wärmeerzeugung in eigenen Raffineriekraftwerken zur Ressourcenschonung, zum Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit bei und ermöglicht den Unternehmen in Verbindung mit Prozesswärmebereitstellung eine wettbewerbsfähige und sichere Stromversorgung.

  • Ressourcenschonung: Die eigene Strom- und Wärmeerzeugung erfolgt durch Nutzung von Destillations- und Konversionsrückständen sowie Raffineriegasen, die im Produktionsprozess anfallen.
  • Klimaschutz: Raffinerien produzieren den benötigten Strom und Dampf in der Regel in modernen, CO2-sparenden Anlagen, die Kraft und Wärme koppeln (KWK-Anlagen).
  • Versorgungssicherheit: Die Raffineriekraftwerke sind bereits heute in einigen Regionen in die lokale und regionale Energieversorgung eingebettet und liefern neben Strom auch Fernwärme für Privat- und Industriekunden in der Umgebung (wie in Ingolstadt, Karlsruhe und Schwedt).

Der MWV fordert daher:

Keine Belastung für Eigenstromanlagen in Raffinerien!

Gerade mit Blick auf die Herausforderungen der Energiewende muss der Bestandsschutz der bestehenden Raffineriekraftwerke und deren gesicherte Leistung über das Jahr 2017 hinaus vollständig erhalten bleiben. Nur so werden dem bereits im Koalitionsvertrag verankerten Vertrauensschutz sowie dem Umweltschutz Rechnung getragen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserer

Raffinerie-Broschüre

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