Presse­meldungen

Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemeldungen.

MWV erneuert Internet-Auftritt

Berlin, 30. September 2016

Unter www.mwv.de präsentiert sich der Mineralölwirtschaftsverband ab sofort im Internet komplett neu. Die vom MWV und von der Berliner Agentur Glow Communications gemeinsam entwickelte Website steht unter dem Motto: „Mit einem Klick zum Ziel.“

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Sommerbilanz 2016 an der Tankstelle:
Benzin mit 1,28 Euro günstiger als in den Vorjahren

Berlin, 21. September 2016

Autofahrer in Deutschland haben im Sommer 2016 durchschnittlich 1,28 Euro je Liter Benzin (E10) bezahlt. Damit liegt der Preis deutlich niedriger als in den Jahren zuvor. MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen zur Bilanz des kalendarischen Sommers 2016: „Es zeigt sich einmal mehr, dass die Tankstellen ungeachtet von Ferienzeiten niedrigere Einkaufspreise an den internationalen Märkten eins zu eins an ihre Kunden weitergegeben haben.“

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MWV-Jahresbericht 2016:
Öl spielt auch in der Welt von morgen eine wichtige Rolle

Berlin, 29. August 2016

Deutschland geht immer effizienter mit dem wertvollen Rohstoff Mineralöl um. Das geht aus dem heute erschienenen Jahresbericht 2016 des Mineralölwirtschaftsverbandes hervor. Trotz guter Konjunktur sank die Nachfrage nach Mineralölprodukten im Vorjahr von 102,7 auf 102,0 Millionen Tonnen. Damit einher ging auch der Anteil des Mineralöls von 35,0 auf 33,9 Prozent am gesamten Energieverbrauch in Deutschland zurück. Dennoch bleibt Mineralöl der wichtigste Energieträger in Deutschland.

Die Zukunft der Branche wird nach Auffassung von MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen nicht durch ein Gegeneinander, sondern ein Miteinander der Systeme geprägt sein: „Öl spielt auch in der Welt von morgen eine wichtige Rolle.“ So werden bei Hybrid-Autos zwei Antriebsarten, Elektro- und Verbrennungsmotor, zunehmend optimal miteinander kombiniert. Dank Öl kann kostengünstige Wärme auch dann gewährleistet werden, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht – etwa über Ölheizungen mit kombinierter Solartechnik. Und über die gesetzliche Quote zur Minderung von Treibhausgasen im Verkehr sowie über die Beteiligung der Raffinerien am Emissionshandel leistet die deutsche Mineralölwirtschaft bereits heute ihren Beitrag zum Klimaschutz.

Der Jahresbericht präsentiert sich pünktlich zum 70. Geburtstag des Verbandes runderneuert mit frischem Layout sowie zahlreichen Abbildungen und Argumenten sowie erstmals mit Grafiken zu den wichtigsten Zahlen und Daten im Tabellenteil. Ein Kapitel schildert die Historie von den Anfängen in der britischen Besatzungszone über den Wiederaufbau der Bundesrepublik, die Ölpreiskrisen der Siebzigerjahre und die Wiedervereinigung bis zur heutigen Zeit, in der Energieeffizienz und Klimaschutz im Vordergrund stehen.

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Benzinpreise sinken in den Sommerferien

Berlin, 20. Juli 2016

Zum Beginn der großen Ferien in mehreren Bundesländern liegen die Benzinpreise (E10) im Bundesdurchschnitt bei 1,28 Euro je Liter und damit auf dem niedrigsten Juli-Stand seit 2009. Zugleich sind das 5 Cent weniger als noch Anfang Juni. Die fallenden Preise folgen den gesunkenen Beschaffungskosten für Benzin auf dem Weltmarkt.

Heute ist Ferienstart in Berlin, Brandenburg und Hamburg; zu Wochenbeginn hatten die großen Ferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland begonnen. Schon zum diesjährigen Sommerferienauftakt Ende Juni in Bremen und Niedersachsen hatten die Benzinpreise im Durchschnitt mit 1,30 Euro je Liter (Sorte E10) nur knapp oberhalb des derzeitigen Niveaus gelegen. Zusammen mit Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist nunmehr Sommerferienzeit in 12 Bundesländern.

Eine Ursache für die niedrigen Tankstellenpreise sind volle Benzin-Lager in den USA. Das drückt weltweit auf den Beschaffungspreis. Seit Anfang Juni ist er in Deutschland um 4 Cent je Liter gefallen. Ebenfalls um 4 Cent gesunken ist der Benzin-Nettopreis ohne Steuern – ein Beleg, dass sich die Tankstellen im Wettbewerb in erster Linie an den Beschaffungskosten orientieren.

Der Weltrohölmarkt liegt mit Preisen um 50 Dollar je Barrel (159 Liter) für die Nordseesorte Brent deutlich unterhalb des Preises von rund 60 Dollar im Vorjahres-Juli. Damals pendelte der Benzinpreis um 1,45 Euro.

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Benzinpreise vor Pfingsten leicht gesunken

Berlin, 13. Mai 2016

Vor Pfingsten ist der Benzinpreis in Deutschland leicht zurückgegangen. Der Liter E10 wurde seit dem vergangenen Wochenende im Bundesdurchschnitt um 2 Cent günstiger und notiert bei 1,27 Euro. „Es zeigt sich einmal mehr, dass kein Zusammenhang zwischen Tankstellenpreisen, Ferien und Feiertagen besteht“, sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen. Hintergrund des aktuellen Preisrückgangs ist ein erheblicher Druck auf die Tankstellenmargen in jüngster Zeit.

Der Benzinpreis liegt damit wieder auf demselben Niveau wie zu Jahresbeginn – obwohl der Rohölpreis in derselben Zeit um 5 Euro-Cent je Liter gestiegen ist. Grund ist ein derzeit hohes Benzinangebot auf den globalen Produktmärkten, was auf den Benzinpreis drückt. Küchen:

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Tankstellen-Schiedsstelle ist startklar

Berlin, 10. Mai 2016

Die Schiedsstelle im Tankstellengeschäft ist zum 1. Mai an den Start gegangen. Sie kann ab sofort von Tankstellenbetreibern und Mineralölgesellschaften angerufen werden, wenn es in der Zusammenarbeit zu Konflikten kommt.

Die Schiedsstelle ist Bestandteil des Verhaltenskodex für das Tankstellengeschäft, der im vergangenen Jahr gemeinsam von den Verbänden der Tankstellenbetreiber und der Mineralölgesellschaften beschlossen worden war. Die Position des Schiedsrichters wird der frühere Präsident des Landgerichts Bochum, Dr. Volker Brüggemann, übernehmen. Standort der Schiedsstelle ist die Industrie- und Handelskammer Hagen/Westfalen.

Die Schiedsstelle bietet den Tankstellenbetreibern und den Tankstellengesellschaften eine Auswahl verschiedener Verfahren zur Konfliktlösung. Zwischen einer Mediation und der Anrufung eines Schiedsgerichts können die Parteien das für sie passende Verfahren auswählen. Dr. Brüggemann hatte in seiner gerichtlichen Tätigkeit Mediationsverfahren besonders gefördert und ist selbst ausgebildeter Mediator.

Der Kodex und die Schiedsstelle werden getragen vom Bundesverband Freier Tankstellen (bft), dem Bundesverband Tankstellen und Gewerbliche Autowäschen (BTG), dem Mineralölwirtschaftsverband (MWV), dem Tankstellen-Interessenverband (tiv), dem Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen (UNITI), dem Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern und dem Zentralverband des deutschen Tankstellengewerbes (ZTG). Der Kodex war im Frühjahr 2015 mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verabschiedet worden.

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Verbände schlagen einfachere und praxisgerechtere Anwendungsauswahl am Zahlungsterminal vor

Berlin, 04. März 2016

Die europäische Verordnung über Interbankenentgelte legt fest, dass Kunden bei Kartenzahlungen künftig selbst bestimmen, mit welcher Zahlungsanwendung aus dem vom Händler vorgegebenen Spektrum sie zahlen, zum Beispiel mit electronic cash, Maestro oder V-Pay. Die Verbändeallianz aus Handelsverband Deutschland (HDE), UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen, Mineralölwirtschaftsverband (MWV), Deutschem Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) und Hotelverband Deutschland (IHA) will diesen Prozess so nutzerfreundlich, effizient und praxistauglich wie möglich gestalten. Wir erteilen Vorschlägen, die Anwendungsauswahl unnötig komplex zu gestalten, eine Absage.

 

Unser Lösungsvorschlag: Kunden können bereits am Eingang eines Tankstellenshops, eines Geschäfts, eines Hotels oder eines Restaurants erkennen, welche Zahlungsmarken dort akzeptiert sind. Der Händler wählt rechtlich zulässig ein bestimmtes Zahlungsinstrument als Vorauswahl aus, das bei der Kartenzahlung standardmäßig verwendet wird. Gleichwohl steht dem Kunden die Auswahl anderer Zahlungsinstrumente zur Verfügung, wenn er ein anderes Zahlungsinstrument wählen möchte und eine entsprechende Auswahltaste betätigt.

 

Mit diesem Vorschlag wehren sich die Verbände zugunsten einer zukunftsoffenen, praxis- und kundenorientierten Lösung gegen übertrieben engere Auslegungen der Verordnung. Nach denen wäre am Anfang jedes Zahlungsvorgangs eine Auswahlliste mit allen Zahlverfahren anzuzeigen, von denen sich der Kunde aktiv für eines entscheiden muss. Denn Kunden haben üblicherweise kaum Bewusstsein für und kein Interesse an den auf ihren Zahlungskarten hinterlegten verschiedenen Zahlungsinstrumenten. Es geht Ihnen um eine schnelle, einfache und sichere Zahlung – ohne langes Studium einer immer wieder angezeigten Auswahlliste am Zahlungsterminal, die Nachfragen und damit längere Schlangen an der Supermarktkasse, dem Tankstellenschalter oder beim Checkout im Hotel provoziert.

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EU bekennt sich zum Raffineriestandort Europa

Berlin, 01. März 2016

Der Energiekommissar der Europäischen Union, Miguel Arias Cañete, hat sich nachdrücklich zum Raffineriestandort Europa bekannt. Auf dem EU-Raffinerie-forum in Brüssel hob er vor rund 140 Teilnehmern die Bedeutung des Raffineriesektors für die Versorgungssicherheit Europas hervor. Beispielhaft nannte er die Erfolge der europäischen Raffinerien bei der Effizienzsteigerung. Auf die Branche kämen jedoch unter anderem durch die Weiterentwicklung des Emissionshandels und die geplante Dekarbonisierung des Verkehrssektors auch neue Herausforderungen zu.

 

„Die deutschen Raffinerien investieren kontinuierlich in den Klima- und Umweltschutz und haben sich in der EU einen Effizienzvorsprung von zehn Jahren erarbeitet“, sagte MWV-Hauptgeschäfts-führer Christian Küchen, der an dem Raffinerieforum teilnahm. „Vor dem Hintergrund der ohnehin vorhandenen Belastungen weist der Mineralölwirtschaftsverband auch darauf hin, dass keine zusätzlichen, über das europäische Niveau hinausgehenden Anforderungen zu verkraften sind – zum Beispiel bei der derzeit anstehenden Umsetzung neuer Emissionsauflagen für Raffinerien in deutsches Recht.“

 

Elisabetta Gardini, Mitglied des Europäischen Parlaments, wies auf die große Bedeutung des Raffineriesektors für die europäischen Volkswirtschaften hin. Bereits heute, so ein Ergebnis des Raffinerie-Fitnesschecks der EU-Kommission, seien 25 Prozent des Verlustes der Wettbewerbs-fähigkeit europäischer Raffinerien im Zeitraum von 2000 bis 2012 auf die höheren Klima- und Umweltauflagen in Europa im Vergleich zu den internationalen Wettbewerbern etwa in Asien oder dem Nahen Osten zurückzuführen. Neben der EU-Richtlinie für Industrieemissionen (IED) werden die Wettbewerbsnachteile vor allem durch die Kosten des CO2-Emissionshandels verursacht. In Regionen außerhalb Europas gebe es vergleichbare Belastungen bislang nicht. Solange das so bleibe, sei ein Schutz vor „Carbon Leakage“, also vor der Abwanderung energieintensiver Betriebe oder ganzer Branchen aus Europa, unerlässlich.

 

Dies bestätigte Erik Janssen vom Wirtschaftsministerium der Niederlande, der durch die vorge-schlagenen Verschärfungen des EU-Emissionshandels die Gefahr des „Carbon Leakage“ vergrößert sieht. Die Folge seien Verlagerung von Investitionen und der Verlust von gut bezahlten Industriearbeitsplätzen in Europa.

Das EU Refining Forum wird von der EU-Kommission veranstaltet. Es traf sich am 1. März zum sechsten Mal. Im Refining Forum diskutieren EU-Kommissionsmitglieder, Europapolitiker und Fachleute über aktuelle und künftige Herausforderungen für Mineralölraffinerien in Europa. Deutschland ist der größte Raffineriestandort Europas. Das nächste Refining Forum soll im Herbst 2016 stattfinden.

 

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Benzinpreise im EU-Vergleich ganz unten – aber nur netto

Berlin, 25. Februar 2016

Die Benzinpreise in Deutschland sind die niedrigsten in der gesamten Europäischen Union, sofern die Steuern nicht berücksichtigt werden. Sowohl Benzin (Sorte E5) als auch Diesel kosten laut EU-Statistik aktuell netto rund 33 Cent je Liter. Für Benzin bedeutet das Platz 1 in der Rangliste der günstigsten Preise, für Diesel Platz 2. MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen: „Die niedrigen Vorsteuerpreise sind die Folge des harten Wettbewerbs der rund 14.500 Tankstellen im Land um jeden Autofahrer.“

 

Addiert man hingegen die Energiesteuer (frühere Mineralölsteuer) hinzu und rechnet darauf die Mehrwertsteuer, rutscht der hiesige Tankstellenpreis für Benzin auf Platz 17, das heißt: Für Autofahrer ist der Kraftstoff in sechzehn der 28 EU-Mitgliedstaaten günstiger als hierzulande. Diesel landet auf Platz 10. „Der Steueranteil bei Benzin beträgt gut 70 Prozent vom Endpreis, bei Diesel sind es 65 Prozent“, so Küchen weiter. In absoluten Zahlen betragen die Steuern in Deutschland auf jeden Liter Benzin in der EU-Statistik 84 Cent und bei Diesel 62 Cent.

 

Die gesamte Energie- und Mehrwertsteuer auf Benzin, Diesel und Heizöl sorgt zusammengenommen für knapp 60 Milliarden Euro Steuereinnahmen pro Jahr. Küchen: „Damit sind sie eine enorm wichtige Säule für den Bundeshaushalt.“

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Leitfaden zur Ausbildung an Tankstellen komplett überarbeitet

Berlin, 18. Januar 2016

Der MWV-Arbeitskreis Ausbildung an Tankstellen hat den Ausbildungs-Leitfaden für Tankstellenleiter überarbeitet und neu aufgelegt. Dieser Leitfaden ist ab sofort über folgenden MWV-Link nutzbar:

http://www.mwv.de/ausbildung/leitfaden

 

Das Ergebnis ist ein interaktives Online-Dokument, das die wichtigsten Antworten auf Fragen zur Ausbildung zur Kauffrau und zum Kaufmann im Einzelhandel Tankstelle und zur Verkäuferin bzw. zum Verkäufer an der Tankstelle liefert. Es ist bedienerfreundlich und zeitgemäß im Aufbau. Verlinkungen etwa zu Anbietern von Ausbildungsförderprogrammen sowie kurze Audio- und Video-Sequenzen komplettieren das optisch ansprechende und sehr übersichtliche Informationstool für den Tankstellenpartner. Angesprochen ist, wer bereits ausbildet, konkret auszubilden plant oder noch in der Entscheidungsphase ist, ob er ausbilden möchte.

 

Kernthemen sind neben dem Ausbildungsvertrag eine Übersicht der Ausbildungsbausteine, Rechte und Pflichten während der Ausbildung als auch Anforderungen an den Betrieb. Der Leitfaden bietet Hilfestellungen u. a. zur Bewerbersuche und zum Vorstellungsgespräch und er liefert Auskünfte zu wesentlichen Gesetzen wie z. B. dem Jugendschutzgesetz. Hinzu kommen Informationen zu Ausbildungsfördermaßnahmen, die sowohl über Bund und Länder als auch über die Tankstellenunternehmen angeboten werden.

 

Der Arbeitskreis Ausbildung an Tankstellen wurde in den 1980er-Jahren vom MWV gegründet und tagt mit seinen derzeit sechs Vertretern aus MWV-Mitgliedsfirmen und je einem Vertreter vom Zentralverband des Tankstellengewerbes e.V. (ZTG) sowie vom mittelständischen Mineralölverband Uniti jährlich zwei Mal zu aktuellen Themen im Ausbildungsbereich. Hauptziel ist die Unterstützung der Nachwuchsförderung an Tankstellen. Im Jahr 2012 wurden hierzu bereits die bisherigen Lernarrangements für Auszubildende umfangreich aktualisiert und sind seitdem als Prüfungsvorbereitungsmaterial und unterstützende Ausbildungslektüre häufig nachgefragt.

 

 

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MWV-Bilanz 2015: Hohe Entlastungen für Autofahrer und Heizölkunden

Berlin, 30. Dezember 2015

Benzin, Diesel und Heizöl sind so preisgünstig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr ist Benzin 2015 mit durchschnittlich 1,36 Euro je Liter knapp 12 Cent und Diesel mit 1,16 Euro rund 18 Cent günstiger. Aktuell liegt der Benzinpreis (E10)  mit 1,24 Euro je Liter im Bundesdurchschnitt auf dem Niveau von April 2009, der Dieselpreis mit gut 1 Euro auf einem Stand wie zuletzt im März 2005. Die Heizölpreise liegen mit 46 Cent je Liter zu Jahresende auf dem Stand vom März 2009.

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Bender verstärkt Geschäftsführung des MWV

Berlin, 16. Dezember 2015

Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) erweitert seine Geschäftsführung. Christoph Bender (46) wird mit Wirkung vom 1. Januar 2016 zum weiteren Geschäftsführer des MWV ernannt. Bender gehört damit neben Hauptgeschäftsführer Prof. Christian Küchen (53) und Geschäftsführer Dirk Claussen (59) der Spitze des Verbandes in Berlin an. Er wird sich noch stärker als bisher um die politische Kommunikation des Verbandes kümmern und die energiepolitische Präsenz des MWV im Bund und in den Ländern weiter ausbauen.

 

Bender kam im Herbst 2006 als Leiter Energiepolitik zum Mineralölwirtschaftsverband. Der gebürtige Siegerländer studierte Politikwissenschaften in Marburg, Leipzig und Straßburg. Vor seiner Tätigkeit für den MWV hatte er für die Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie in Berlin im Bereich der politischen Öffentlichkeitsarbeit und im Deutschen Bundestag gearbeitet.

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Autofahrer 2015 deutlich entlastet

Berlin, 09. Dezember 2015

Die gegenüber dem Vorjahr stark gesunkenen Ölpreise und Weltmarkt-Einkaufspreise für Benzin und Diesel bedeuten eine deutliche Entlastung für Autofahrer. Die Tankrechnung Deutschlands für 2015 fällt im Vergleich zum Vorjahr um rund 10,5 Milliarden Euro niedriger aus als ein Jahr zuvor. Die Ersparnis beträgt 2,9 Milliarden Euro bei Benzin und 7,6 Milliarden Euro beim Diesel. Beim Diesel entfällt jeweils in etwa die Hälfte auf privaten und auf gewerblichen Verkehr (Dienstwagen, Transporte, Landwirtschaft, Reisebusse und Busse im öffentlichen Nahverkehr). Hintergrund ist der gegenüber 2014 im bisherigen Jahresverlauf bundesdurchschnittlich von 1,48 auf 1,36 Euro je Liter gesunkene Benzinpreis (E10) und der von 1,34 auf 1,17 Euro je Liter gesunkene Dieselpreis.

 

„Die Tankstellen haben dabei die gesunkenen Einkaufspreise für Benzin und Diesel und damit die niedrigen Ölpreise eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben“, sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen. So sei der Einkaufspreis für Benzin von Juli bis Dezember um 15 Cent gefallen. Küchen: „Ebenfalls um 15 Cent ist seither der Netto-Tankstellenpreis, also der Preis vor Steuern, gesunken. Die hohe Transparenz im deutschen Kraftstoffmarkt und der intensive Wettbewerb zeigen hier ihren Nutzen für jeden Autofahrer.“

 

Küchen weiter: „Die starken Preisschwankungen sind für viele Autofahrer sicher eine unschöne Begleiterscheinung, aber sie sind gerade Ausdruck dieser harten Konkurrenz. Für die Mineralölgesellschaften bleibt netto nur 1-2 Cent Gewinn je verkauften Liter. Beim Fiskus sind es in diesem Jahr 87 Cent Mineralöl- und Mehrwertsteuer bei Benzin und 65 Cent bei Diesel.“ Der Ölpreis liegt im Jahresdurchschnitt 2015 bei 55 Dollar je Barrel (159 Liter), im Vorjahr waren es knapp 100 Dollar.

 

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MWV-Jahresbericht 2015: Öl spielt führende Rolle im Energiemix

Berlin, 22. Juli 2015

Deutschland ist als große Industrienation auf eine sichere und preisgünstige Versorgung mit Energie angewiesen. Mit einem Anteil von 35 Prozent am gesamten Energieverbrauch spielt Öl dabei die führende Rolle. Die überwiegend im Inland aus Öl hergestellten Produkte kommen rund um die Uhr im Straßen-, Schienen- und Luftverkehr, in der chemischen Industrie und als Wärmequelle zum Einsatz. Nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland wird Öl seine herausragende Bedeutung behalten. Dies belegt die Energiereferenzprognose der Bundesregierung: Sie sieht den Mineralölanteil im Jahr 2030 noch bei 31 Prozent.

 

Doch auch in der Zeit danach wird Öl ein bedeutender Faktor im Energiemix sein. Einer Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zufolge werden 2040 noch 95 Prozent der Pkw einen Verbrennungsmotor an Bord haben. Und dank Öl kann kostengünstige Wärme künftig auch dann gewährleistet werden, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht – etwa über Hybrid-Ölheizungen mit kombinierter Solartechnik.

 

Die deutschen Raffinerien zählen dank permanent hoher Investitionen in moderne Umwelttechnik zu den emissionsärmsten der Welt. Sie sind darüber hinaus die Basis einer einmaligen industriellen Wertschöpfungskette und sichern rund 240.000 Arbeitsplätze. Das bedeutet: Öl wird immer effizienter und klimafreundlicher eingesetzt. Es wird so voraussichtlich bis weit über die Mitte des Jahrhunderts hinaus ein Garant für bezahlbare Mobilität und Wärme bleiben.

 

Wir freuen uns, Ihnen hiermit den aktuellen MWV-Jahresbericht 2015 überreichen zu dürfen und sind offen für Ihre Fragen und Anregungen. Eine Besonderheit – der Jahresbericht 2015 folgt direkt auf den Jahresbericht 2013 und trägt damit ab sofort auch das Datum des Jahres, in dem er erscheint.

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Initiative Autogas begrüßt Vorstoß von CDU/CSU und SPD

Berlin, 03. Juli 2015

Die Initiative Autogas begrüßt den Beschluss des Deutschen Bundestages zur Verlängerung des Steuervorteils für Autogas und Erdgas über 2018 hinaus. Der entsprechende Beschlussantrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD wurde heute Nacht im Deutschen Bundestag angenommen. Darin unterstreichen beide Fraktionen das Potenzial der Gaskraftstoffe für die Emissionsminderung und fordern die Bundesregierung auf, spätestens im ersten Quartal 2016 einen Gesetzesentwurf für die Verlängerung des Steuervorteils vorzulegen.

 

„Dies ist ein positives Signal für den Markt und ein wichtiger Schritt für die Energiewende im Verkehr“, erklärt Udo Weber, Vorsitzender des UNITI Bundesverbandes mittelständischer Mineralölunternehmen.

 

Aktuell sind ca. 500.000 Autogas-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs. Der CO2-Ausstoß von Autogas ist gegenüber Benzin um 15 Prozent reduziert. Autogas verbrennt außerdem mit verringerten Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerten. „Eine halbe Million Endverbraucher leisten damit einen bezahlbaren Beitrag zur Reduktion von CO2 und Luftschadstoffen“, so Rainer Scharr, Vorsitzender des Deutschen Verbandes Flüssiggas.

 

Autogas ist der Alternativkraftstoff Nr. 1 in Deutschland und belegt etwa 70 Prozent des Marktes alternativer Antriebe. Hybrid- und Erdgas-Fahrzeuge folgen mit 15 bzw. 12 Prozent noch vor Elektromobilität mit 3 Prozent Marktanteil. Alternative Antriebe stellen insgesamt 1,6 Prozent des PKW-Bestands in Deutschland.

 

Autogas ist wie Erdgas als Kraftstoff bis 2018 steuerlich begünstigt. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist vereinbart, dass der Steuervorteil für Autogas und Erdgas auch nach 2018 bestehen bleiben soll. Das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 sowie der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz bekräftigten im Dezember 2014 dieses Vorhaben.

 

Die Infrastruktur für Autogas ist im Gegensatz zu anderen alternativen Antrieben flächendeckend ausgebaut. Die Mineralölwirtschaft, insbesondere der Mineralölmittelstand, hält inzwischen ein dichtes und flächendeckendes Netz von knapp 6.900 Autogas-Tankstellen in allen Teilen Deutschlands vor. Damit kann an fast jeder zweiten Tankstelle Autogas getankt werden.

 

Initiative Autogas
Die Initiative Autogas ist ein Zusammenschluss des Deutschen Verbandes Flüssiggas, des Mineralölwirtschaftsverbandes sowie des UNITI Bundesverbandes mittelständischer Mineralölunternehmen. Die Initiative repräsentiert über 90 Prozent der Autogas-Tankstellen in Deutschland. Ziel des Bündnisses ist es, Autogas als alternativen Treibstoff auf dem deutschen Markt weiter zu etablieren. Durch die Schaffung eines stabilen Marktumfeldes für Versorger, Tankstellenbetreiber, Automobilhersteller, Ausrüstbetriebe und Verbraucher soll das Potenzial von Autogas für die Energiewende im Verkehr genutzt und bezahlbare Mobilität sichergestellt werden.

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MWV-Halbjahresbilanz: Ölpreis so niedrig wie vor sechs Jahren

Berlin, 30. Juni 2015

Dank gut versorgter Öl-Weltmärkte ist der Rohölpreis derzeit so niedrig wie vor sechs Jahren. Für Deutschlands Autofahrer macht sich das an der Tankstelle bemerkbar: Benzin (E10) liegt mit gut 1,36 Euro je Liter im Durchschnitt des ersten Halbjahrs 2015 knapp 13 Cent unter dem ersten Halbjahr 2014. Diesel ist mit rund 1,20 Euro sogar 17 Cent günstiger. In der Summe fiel die Tankrechnung bei etwa gleich hohem Verbrauch 5 Milliarden Euro niedriger aus. „Die Zahlen belegen, dass die Tankstellen die Veränderungen ihrer Einkaufskosten an die Verbraucher weitergegeben haben“, sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen. Beim Heizöl betrug die Ersparnis durch niedrigere Preise 1,6 Milliarden Euro.

 

Der Rohölpreis der Nordsee-Sorte Brent lag im ersten Halbjahr dieses Jahres durchschnittlich bei 59 Dollar je Barrel (159 Liter) – so viel wie im Frühsommer 2009 und 45 Prozent weniger als im Zeitraum Januar bis Juni 2014 mit 108 Dollar. Gebremst wird die Preissenkung beim Öl im Euroraum durch den schwachen Euro. Dieser liegt mit 1,12 Dollar je Euro im Durchschnitt aller Handelstage des ersten Halbjahres deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert von 1,37 Dollar. Ein sinkender Euro verteuert die Ölimporte, die weltweit in Dollar abgerechnet werden.

 

Entscheidend für die Tankstellenpreise sind aber nicht die Rohölnotierungen, sondern die Einkaufskosten für Kraftstoffe. Bei diesen Einkaufskosten handelt es sich um Weltmarktpreise, von denen sich die nationalen Märkte nicht abkoppeln können. Wichtigster Handelsplatz für Mineralölprodukte in Europa ist Rotterdam. Für Benzin gingen die Einkaufskosten der Tankstellen im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2014 um 11 Cent je Liter zurück; ebenfalls um 11 Cent je Liter sank der Tankstellen-Nettopreis ohne Steuern. Bei Diesel sank der Einkaufspreis sogar um 15 Cent, das gleiche gilt für den Nettopreis an der Tankstelle. Das bedeutet: Die Tankstellengesellschaften haben im Wettbewerb die Kostensenkungen an die Kunden weitergereicht.

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Sanierungsförderung bei Gebäuden muss Chancen für alle Kunden bieten

Berlin, 26. Juni 2015

Bei einer möglichen Aufstockung der Sanierungsförderung für Gebäude im Zusammenhang mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung für das Jahr 2020 müssen alle Endkunden gleichberechtigten Zugang zu den in Aussicht gestellten Fördermitteln haben. Eine Diskriminierung auf Grund ihres Energieträgers, ihres Wohnortes oder ihrer finanziellen Situation darf es nicht geben.

 

Gut 20 Millionen Bewohnern unseres Landes liefert Heizöl eine zuverlässige und bezahlbare Wärmeversorgung. Insbesondere die Ein- und Zweifamilienhausbesitzer in ländlichen Regionen ohne Zugang zu leitungsgebundenen Energieträgern vertrauen auf diesen Energieträger.

 

Wollen wir bei Effizienz und Klimaschutz Fortschritte erreichen, müssen zusätzliche Fördermaßnahmen auch diesem Kreis der Endverbraucher zu Gute kommen und dürfen keinesfalls auf eine bestimmte Art der Wärmeversorgung beschränkt werden. Dies vor allem auch deshalb, weil bereits der Umstieg auf moderne Ölbrennwerttechnik Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent ermöglicht. „Eine solche Maßnahme ist ein bezahlbarer Sanierungsschritt, der gerade auch jenen Haushalten einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz ermöglicht, die nur über begrenzte finanzielle Eigenmittel verfügen. Und ein hocheffizienter Ölbrennwertkessel ist eine ideale Basis für die zusätzliche Einbindung schwankender erneuerbarer Energien“, erklärte MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen.

 

Zusätzliche Förderinstrumente sollten an die bewährte KfW-Fördersystematik und die damit verbundenen Effizienzkriterien angelehnt werden und dürfen keinesfalls die Verbraucher mit Blick auf die von ihnen gewählten Energieträger, ihr Wohn- und Lebensumfeld oder ihre wirtschaftliche Situation diskriminieren.

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Verhaltenskodex für Mineralölgesellschaften und Tankstellenbetreiber verabschiedet

Berlin, 29. April 2015

Auf Initiative des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, haben sich die Verbände der Tankstellenunternehmen mit den Verbänden der Tankstellenbetreiber auf einen Verhaltenskodex verständigt. Der Kodex soll den Rahmen für eine faire und konstruktive Zusammenarbeit in der deutschen Tankstellenbranche festschreiben.  Ziel ist es, Marktchancen gemeinsam zu nutzen, um so für die Tankstellenbetreiber und Tankstellen-gesellschaften eine angemessene Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

 

Der Wettbewerb im deutschen Tankstellenmarkt ist so intensiv, dass es für alle Marktteilnehmer sehr schwierig geworden ist, auskömmliche Erträge zu erwirtschaften. Auf Betreiben des Bundeswirtschaftsministers haben die Tankstellengesellschaften zusammen mit Vertretern der Betreiberseite einen Verhaltenskodex entwickelt. Der am heutigen Tag im Beisein von Staatssekretärin Brigitte Zypries verabschiedete Kodex zielt darauf ab, durch mehr Klarheit in der Zusammenarbeit das partnerschaftliche Miteinander zwischen Gesellschaften und Betreibern zu fördern. Der Kodex gilt in der verabschiedeten Form bis mindestens Ende 2019.

 

Für die Tankstellengesellschaften erklärte MWV-Vorstandsmitglied Peter Blauwhoff: „Der Markt ist geprägt von einer annähernd stabilen Tankstellenzahl bei rückläufigem Kraftstoffabsatz. Der daraus resultierende, harte Wettbewerb begrenzt die Ertragsfähigkeit der Stationen – sowohl für den Betreiber als auch für die Mineralölgesellschaften. Alle Vertreter der Branche sind sich einig, dass wir die Herausforderungen des Tankstellengeschäfts nur gemeinsam meistern können. Das bringt der Verhaltenskodex zum Ausdruck.“

 

Im Verhaltenskodex wird u.a. eine engere Kooperation bei der Erstellung von Geschäftsplänen vereinbart. Eine faire Ausgestaltung der Zusammenarbeit vom ersten Kontakt mit Betreiber-Interessenten über die tägliche Koordination von Aufgaben bis zur Vertragsbeendigung unterstreicht die Verantwortung für beide Seiten. Eine Schiedsstelle kann darüber hinaus auf Basis des Kodex bei Meinungsverschiedenheiten durch direkte Verhandlungen eine sachgerechte Einigung herbeiführen. Diese Vereinbarungen sollen mögliche Risiken des Tankstellengeschäfts eingrenzen und für die Betreiber einen Beitrag zur Existenzsicherung in schwierigen Situationen darstellen.

 

Verhaltenskodex für das Tankstellengeschäft:

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/V/verhaltenskodex-tankstellengeschaeft,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

 

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Erfolgreicher Aktionsplan Jugendschutz der Tankstellen-Branche wird fortgeschrieben

Berlin, 02. April 2015

Die Tankstellenbranche hat mit ihrem „Aktionsplan Jugendschutz“ für eine konsequente Einhaltung des Jugendschutzgesetzes beim Alkoholverkauf seit seinem Inkrafttreten im Jahre 2009 über 60.000 Verkäuferinnen und Verkäufer in den Vorschriften des Jugendschutzgesetzes geschult. Die beteiligten Verbände von Tankstellenbetreibern und Mineralölgesellschaften haben sich jetzt darauf geeinigt, den Aktionsplan unbefristet fortzuschreiben.

 

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Ich begrüße es sehr, dass die Branche ihrer Verantwortung nachkommt und den konzertierten Einsatz für Schulung und Verhaltensbeeinflussung des Verkaufspersonals aufrechterhält. Die Altersgrenzen für Alkohol müssen strikt eingehalten werden. Leider gibt es immer noch zu viele Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz. Testkäufe haben gezeigt, dass es weiterhin dringend notwendig ist,  die Verkäuferinnen und Verkäufer entsprechend zu schulen. Der ‚Aktionsplan Jugendschutz’ ist ein wichtiger Schritt für die konsequente Umsetzung des Jugendschutzes.“

 

Wesentlicher Inhalt der jetzt beschlossenen Fortschreibung ist das Ziel von jährlich mindestens 5.000 Neu- oder Wiederholungsschulungen. Für die Schulungen werden die Online-Angebote der Schulungsinitiative Jugendschutz „SchuJu“ eingesetzt, bei denen erfolgreiche Schulungen exakt nachgehalten werden. SchuJu wird getragen vom Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung (www.schu-ju.de). Ergänzend führen die Unternehmen eigene Schulungs- und Unterweisungsmaßnahmen durch. Verpflichtet haben sich die Tankstellen ferner, die Verkäuferinnen und Verkäufer durch automatische Warnhinweise in den Kassensystemen bei der Einhaltung des Jugendschutzes zu unterstützen. Wird ein Produkt eingescannt, das unter Jugendschutzbestimmungen fällt, erinnert mindestens die Hälfte der Kassen in den Tankstellenshops an die geltenden Altersgrenzen. Weitere Hilfe erhält das Personal durch Plakate und Aufkleber, mit denen in den Verkaufsräumen für die Akzeptanz von Altersabfragen geworben wird. Zugleich soll das Material die Verkäufer daran erinnern, ihrer Verpflichtung nachzukommen und Ausweiskontrollen zur Einhaltung des Jugendschutzes durchzuführen.

 

„Mit dem Aktionsplan setzt die Branche ein starkes Zeichen, dass sie sich ihrer Verantwortung aus dem Verkauf von Alkohol bewusst ist“, sagte Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV).  „Mit unserem auf die praktischen Bedürfnisse vor Ort ausgerichteten Maßnahme-Bündel sorgen wir dafür, dass der Jugendschutz tatsächlich umgesetzt wird.“

 

Mit der jetzigen Fortschreibung des Aktionsplanes setzt die Branche auf eine Verstetigung ihrer Aktivitäten. Jürgen Ziegner, Geschäftsführer des Tankstellenpächter- und Betreiberverbandes ZTG, sieht in der Beständigkeit ein ganz wesentliches Element des Aktionsplanes. „Wir liefern der Gesellschaft mit unserem nachhaltigen Engagement ein praktisches Beispiel für die Selbstverantwortlichkeit eines Wirtschaftsbereiches.“

 

Der „Aktionsplan Jugendschutz“ der Tankstellen-Branche wird getragen von den Verbänden MWV, bft, BTG, UNITI, ZTG und deren Mitgliedern.  Mit dem Plan bekennt sich die Branche mit konkreten Zielen und Verbesserungsmaßnahmen zum Jugendschutz.

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Schwacher Euro lässt Benzinpreise in der Euro-Zone steigen

Berlin, 13. März 2015

Seit Jahresbeginn sind die Kraftstoffpreise leicht gestiegen: für Benzin (E10) um bundesdurchschnittlich 8 Cent von 1,29 auf 1,37 Euro je Liter, für Diesel um 4 Cent von 1,17 auf 1,21 Euro. Grund ist der schwache Euro.

 

Der Euro hat gegenüber dem Dollar allein seit Anfang 2015, als die US-Währung bei gut 1,20 je Euro stand, 12 Prozent an Wert verloren und notierte zuletzt bei 1,06 Dollar. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent dagegen notiert gegenüber Jahresbeginn nahezu unverändert bei 57 Dollar je Barrel (159 Liter).

 

Da Öl beim Import in Länder der Euro-Zone wie Deutschland aber in Euro bezahlt werden muss, bedeutet ein sinkender Eurokurs zum Dollar einen teureren Einkauf. Entsprechend legte der Ölpreis in Euro um 14 Prozent zu.

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Neue MWV-Publikation: Raffinerien bewegen Menschen und Märkte

Berlin, 06. März 2015

Raffinerien stehen am Anfang industrieller Wertschöpfungsketten und sind Versorgungsgaranten für den Mobilitätsanspruch unserer Gesellschaft. Doch der Fortbestand dieser wichtigen wirtschaftlichen Basis Deutschlands ist kein Selbstläufer: 240.000 Arbeitsplätze und eine jährliche Wertschöpfung von 19 Mrd. € hängen von den richtigen politischen Entscheidungen ab. Der Raffineriestandort braucht daher gegenüber der internationalen Konkurrenz faire Rahmenbedingungen, wie die neue MWV-Publikation darlegt.

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Wechsel im Amt des MWV-Hauptgeschäftsführers

Berlin, 20. Januar 2015

An der Spitze des Mineralölwirtschaftsverbandes steht ein Wechsel bevor. Nach mehr als zehn erfolgreichen und prägenden Jahren wird Hauptgeschäftsführer Dr. Klaus Picard wie geplant am 1. April aus seiner bisherigen Funktion ausscheiden. Im Mittelpunkt seines erfolgreichen Einsatzes für die Branche in Zeiten wesentlicher Richtungsentscheidungen durch die Energiewende stand die Positionierung von Mineralöl als unverzichtbarer Bestandteil des Energiemixes in Deutschland und die Sicherung des Raffineriestandortes Deutschland. Der MWV-Vorstandsvorsitzende Michael Schmidt würdigte den Einsatz von Picard angesichts des bevorstehenden Wechsels: „Er hat es immer verstanden, den MWV mit viel Sachverstand, überzeugenden Argumenten und höchstem persönlichen Engagement an den richtigen Stellen in die Diskussion einzubringen und so die Ziele der Branche zu erreichen.“

 

Der MWV-Vorstand hat Prof. Dr. Christian Küchen zu seinem Nachfolger berufen. Küchen studierte Verfahrenstechnik und promovierte im Fachgebiet chemische Reaktionstechnik an der Technischen Universität Clausthal. Von 1992 bis 1995 war er verantwortlich für die Anwendungstechnik von Brennstoffen und die Brennstoffprüfstände der deutschen Shell AG in Hamburg. 1995 wurde Christian Küchen Technischer Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) in Hamburg, im Juli 2003 Geschäftsführer und im Dezember 2013 Sprecher der Geschäftsführung des IWO. Seit Juni 2004 ist Küchen Honorarprofessor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

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Scheinbar knappes Gut Rohöl reichlich vorhanden

Berlin, 06. Januar 2015

Infolge seines deutlichen Rückgangs im zweiten Halbjahr 2014 ist der Preis für Rohöl real so niedrig wie 1981. „Damit sind die Prognosen wiederlegt, wonach der Rohstoff Öl immer knapper und teurer werden muss“, sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Klaus Picard. Solche eindimensionalen Betrachtungen schreiben einen früheren Istzustand einfach fort, und sie negieren die Intelligenz des Menschen, durch Innovationen scheinbar Unmögliches möglich zu machen.

 

So sind die bestätigten Ölreserven allein seit dem Jahr 2000 um 70 Prozent auf 240 Milliarden Tonnen gestiegen. Grund ist der technische Fortschritt sowohl beim Auffinden von Ölquellen als auch bei der Förderung aus zuvor schwer erschließbaren Ölfeldern. Picard: „Öl ist reichlich vorhanden. Das hohe Angebot hat dazu geführt, dass Öl inflationsbereinigt nicht mehr kostet als vor drei Jahrzehnten.“

 

Im Jahresdurchschnitt 2014 beträgt der Preis für die Nordsee-Rohölsorte Brent 73,79 Euro je Barrel (159 Liter). Damit liegt der reale Ölpreis, also unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Geldentwertung, in Deutschland unter dem Jahresdurchschnitt von 1981 mit umgerechnet 79,60 Euro. Zu Jahresende 2014 war der Preis sogar auf 49 Euro gefallen.

 

Rohöl wird zum Weltmarktpreis gehandelt, der sich anhand globaler Angebots- und Nachfragefaktoren bildet. Für fertige Ölprodukte wie Benzin gibt es einen eigenen Weltmarkt, dessen Entwicklung für den Tankstellenpreis maßgeblich ist – auch in Deutschland: Ein gesunkener Produktpreis wie in diesem Jahr kommt über den harten Wettbewerb der Tankstellen in Deutschland unvermindert beim Verbraucher an. Allerdings: Weil sich der Tankstellen-Benzinpreis zu zwei Dritteln aus Mineralöl- und Mehrwertsteuer zusammensetzt, kann er schon rein rechnerisch prozentual nicht im gleichen Maße sinken wie der Öl- und der Produktpreis.

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MWV-Bilanz 2014: Benzinpreise folgen dem Weltmarkt

Berlin, 22. Dezember 2014

Der Benzinpreis ist im Verlauf des Jahres 2014 auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. Mit aktuell unter 1,30 Euro je Liter (Sorte E10) liegt er im Bundesdurchschnitt deutlich unter dem Niveau der vergangenen vier Jahre. Der Dieselpreis fiel unter 1,20 Euro, ein Stand wie zuletzt im März 2010. Mit durchschnittlich 1,49 Euro ist Benzin in diesem Jahr 7 Cent, Diesel mit 1,34 Euro 8 Cent günstiger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr sparen die Verbraucher an der Tankstelle dadurch fünf Milliarden Euro.

 

„Im harten Wettbewerb um jeden Kunden haben die Tankstellen die gesunkenen Einkaufskosten für Benzin voll an die Verbraucher weitergegeben“, sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Klaus Picard. Bei den Einkaufskosten für Kraftstoffe handelt es sich um einen Weltmarktpreis, der sich in Europa am Handelsplatz Rotterdam bildet; hinzu kommen Transportkosten für die Lieferung bis zur Tankstelle. Seit ihrem diesjährigen Höchststand Ende Juni sind die Einkaufskosten für Benzin und der Tankstellen-Benzinpreis ohne Steuern gleichermaßen um 24 Cent gefallen. Der Tankstellenpreis mit Steuern ist wegen des gesunkenen Mehrwertsteueranteils sogar um 28 Cent niedriger als zur Jahresmitte.

 

Picard: „Wer hingegen die Entwicklung von Öl- und Benzinpreis in Prozent statt Cent vergleicht, macht gleich drei Fehler.“

 

  • Erstens sind beim Tankstellenpreis die Einkaufskosten für das Produkt Benzin entscheidend, nicht der Ölpreis. Rohöl und die Mineralölprodukte wie Benzin werden auf getrennten Märkten mit jeweils eigenständigen Angebots- und Nachfragebedingungen gehandelt. Die Einkaufskosten für Benzin können sich daher nach oben wie auch nach unten vom Rohölpreis abkoppeln.

 

  • Zweitens ist die Mineralölsteuer ein fester Betrag je Liter. Der Benzinpreis an der Tankstelle kann also schon rein rechnerisch nicht wie der Ölpreis fallen.

 

  • Drittens hat der Euro gegenüber dem Dollar 2014 an Wert verloren. Das dämpfte den Preisrückgang des Rohstoffs Öl, der in Dollar bezahlt wird. „Ein prozentualer Direktvergleich von Ölpreis und Benzinpreis führt also in die Irre“, so Picard.

 

Da die Mineralölsteuer fix und daher vom Tankstellenpreis unabhängig ist (Benzin: 65,45 Cent, Diesel: 47,04 Cent je Liter) erhöht sich mit sinkendem Tankstellenpreis der Steueranteil am Kraftstoff. Bei Benzin stieg er seit Jahresbeginn von 59 auf 66 Prozent.

 

Ölpreis fällt aufgrund hohen Angebots und schwächerer Weltkonjunktur

 

Seit dem Jahreshoch Ende Juni bei 115 Dollar ist der Ölpreis (Nordsee-Sorte Brent) um mehr als 45 Prozent gefallen. Wesentliche Ursache ist das hohe globale Ölangebot. Insbesondere in den USA stieg die Ölförderung deutlich an. Gleichzeitig schwächte sich das Weltwirtschaftswachstum ab, dadurch stieg die globale Ölnachfrage langsamer als zu Jahresbeginn erwartet.

 

Benzin- und Dieselverbrauch in Deutschland steigt – Hohe Steuereinnahmen

 

Der Absatz von Benzin in Deutschland legte gegenüber dem ersten Dreivierteljahr 2013 um ein Prozent zu, das Plus bei Diesel betrug in den ersten neun Monaten vier Prozent. Damit verzeichnete der Dieselabsatz in Deutschland für die ersten drei Quartale 2014 ein neues Rekordhoch. Der Anteil des Dieselkraftstoffs am gesamten Kraftstoffabsatz liegt bei 66 Prozent (Benzin: 34 Prozent). Der Gesamtabsatz für Benzin und Diesel lag auf dem höchsten Stand seit 2002. Ursächlich ist die vergleichsweise gute Konjunktur in Deutschland mit einem Rekord-Beschäftigungsstand. Beim Diesel macht die gewerbliche Nutzung von Fahrzeugen, die an betriebseigenen Tankstellen tanken, rund die Hälfte des Absatzes aus. Dazu zählen im Wesentlichen der Lkw-Güterverkehr und Reisebusse.

 

Aufgrund des steigenden Absatzes bleiben auch die Steuereinnahmen aus dem Kraftstoffgeschäft auf hohem Niveau. Für die Mineralölsteuer kann das Bundesfinanzministerium in diesem Jahr ein Einnahme-Plus von 1,4 Prozent oder 550 Millionen auf 39,9 Milliarden Euro erwarten. Die Einnahmen dieser ertragreichsten Verbrauchssteuer fließen vollständig in den Bundeshaushalt.

 

Ölheizungen sorgen bei einem Viertel der Bevölkerung für warme Wohnung

 

Der Preis für leichtes Heizöl folgte dem Trend beim Rohöl und ging bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern von 84,5 Euro je 100 Liter zu Jahresbeginn um rund 25 Euro auf rund 60 Euro zurück. In Deutschland leben gut 20 Millionen Menschen in ölbeheizten Wohnungen. Rund 5,6 Millionen Ölheizungen sorgen in 11 Millionen Haushalten zuverlässig für Wärme. Das entspricht einem Anteil im Wärmemarkt von 28 Prozent.

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Kraftstoffpreise sinken in den Sommerferien

Berlin, 22. August 2014

Das Ende der großen Ferien in sechs Bundesländern wird begleitet von deutlich gesunkenen Tankstellenpreisen. Zu den Gründen zählen die gute Versorgung der Rohöl- und Produktmärkte, gleichzeitig steigt die Weltölnachfrage geringer als bislang erwartet. Neben den Ölpreisen sind daher auch die für die Tankstellenpreise maßgeblichen Einkaufskosten für Benzin und Diesel gefallen.

 

Aktuell zahlen Autofahrer an der Tankstelle für Superbenzin (E10) im Bundesdurchschnitt mit 1,50 Euro je Liter 6 Cent weniger und für Diesel mit knapp 1,35 Euro 4 Cent weniger als Ende Juni. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kraftstoffpreise ihren bisherigen Jahreshöchststand erreicht, deutlich vor dem Start der Sommerferiensaison am 7. Juli mit Beginn in Nordrhein-Westfalen. Zum Feriensaisonstart waren die Preise bundesdurchschnittlich bereits 2 Cent (E10) und 3 Cent (Diesel) gefallen.

 

„Sinkende Tankstellenpreise auch während großer Urlaubs- und Rückreisewellen sind weder ungewöhnlich noch überraschend. Denn die Preise richten sich im Wesentlichen nach den Einkaufskosten für Benzin und Diesel. Das sind Weltmarktpreise, die sich nicht an nationalen oder regionalen Ferienkalendern orientieren“, so MWV-Hauptgeschäftsführer Klaus Picard. Benzin und Diesel werden auf den globalen Produktmärkten unabhängig vom Rohölmarkt gehandelt. Der Preis für das Mineralöl-Produkt Benzin fiel daher im Vergleich der letzten Juniwoche zu dieser Woche um 5 Cent je Liter, der Preis für das Produkt Diesel um 2 Cent.

 

Zur guten Versorgung der Produktmärkte trägt die starke Rohölförderung der USA von 8,7 Millionen Barrel (à 159 Liter) pro Tag bei, dem höchsten Stand seit 1987. Die OPEC-Produktion liegt stabil über der Marke von 30 Millionen Barrel pro Tag. Das gilt auch für die Ölproduktion des OPEC-Mitglieds Irak mit konstant oberhalb drei Millionen Barrel pro Tag. Gleichzeitig senkte die Internationale Energie-Agentur (IEA) ihre Öl-Weltwachstumsprognose für das laufende Jahr um 180.000 Barrel pro Tag unter anderem aufgrund niedrigerer Konjunkturerwartungen in China und Russland. Gegenüber Juni ging der Preis der Nordsee-Sorte Brent daher von 115 auf zuletzt 102 Dollar je Barrel zurück. Gedämpft wurde der Preisrückgang in der Euro-Zone durch einen schwächeren Euro gegenüber dem Dollar.

 

Die Sommerferien endeten jüngst in Nordrhein-Westfalen (Dienstag) und Hamburg (Mittwoch), sie gehen offiziell heute in Berlin und Brandenburg sowie morgen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu Ende.

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MWV-Jahresbericht 2013: Öl bleibt bezahlbare Energie

Berlin, 22. Juli 2014

Bezahlbare Mobilität ist Ausdruck persönlicher Freiheit und für viele Menschen tägliche Notwendigkeit. Die Mineralölwirtschaft ist Garant für den Mobilitätsanspruch aller Teile unserer Gesellschaft. Darüber hinaus sind die hiesigen Raffinerien unverzichtbarer Teil der industriellen Wertschöpfungsketten unseres Landes. Sie gehören zu der industriellen Basis, die das wirtschaftliche Wohlergehen Deutschlands sichert.

 

Die Leistungen der deutschen Mineralölwirtschaft dokumentiert der nunmehr vorliegende MWV-Jahresbericht 2013. Das vergangene Jahr war gekennzeichnet durch niedrigere Kraftstoffpreise auf dem hart umkämpften deutschen Tankstellenmarkt. Die Entlastung der Verbraucher bei Benzin, Diesel und Heizöl betrug durchschnittlich 5 bis 6 Cent je Liter gegenüber 2012.

 

Auf der globalen Ebene führen technologische Verbesserungen bei der Erkundung neuer Ölquellen und bei der Förderung bereits bekannter Ölvorkommen zu weiter wachsenden Ölreserven. Trotz weltweit steigenden Verbrauchs ist ein Ende der Ölreichweite daher nicht in Sicht. Auch künftig werden die im MWV zusammengeschlossenen Unternehmen für bezahlbare Mobilität und Wärme stehen.

 

Wie in den Jahren zuvor stellt der MWV-Jahresbericht ein umfassendes Datenkompendium für Mineralölversorgung und -verbrauch Deutschlands einschließlich der Preise für Rohöl und Ölprodukte seit den 1950er-Jahren dar.

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Michael Schmidt neuer Vorsitzender des MWV

Berlin, 15. Mai 2014

Michael Schmidt (54), Vorstandsvorsitzender der BP Europa SE mit Sitz in Bochum, ist auf der Vorstandssitzung des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) einstimmig für zwei Jahre zum neuen Vorstandsvorsitzenden des MWV gewählt worden. Er folgt auf Dr. Peter Blauwhoff (60), Vorsitzender der Geschäftsführung der Shell Deutschland Oil GmbH.

 

Michael Schmidt hatte nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Münster seine berufliche Laufbahn 1987 bei BASF begonnen. Im Jahr 1998 wechselte er zur Veba Oel AG. 1999 stieg er als Kaufmännischer Geschäftsführer bei der BP Gelsenkirchen GmbH ein, bevor er 2000 zusätzlich Geschäftsführer der BP Refining & Petrochemicals GmbH wurde. Von 2005 bis 2012 war Schmidt Personalvorstand der Deutschen BP AG beziehungsweise der BP Europa SE. Seit dem 1. Mai 2012 ist er Vorstandsvorsitzender der BP Europa SE.

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Bundeswirtschaftsminister sichert Raffineriestandort Deutschland

Berlin, 08. April 2014

Mit ihrem heute vorgelegten Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) schützt die Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die Raffinerien vor wettbewerbsverzerrenden Belastungen der Stromkosten.

 

Das Reformgesetz sieht vor, Bestandsanlagen zur Eigenstromversorgung weiterhin von der EEG-Umlage auszunehmen. Zudem soll der Nachteilsausgleich bei der EEG-Umlage für die stromintensiven Raffinerien weitgehend beibehalten werden. Eine einzige große Raffinerie benötigt für ihre Produktion mehr Strom als sämtliche Privathaushalte in einer Großstadt wie Hannover. „Der erfolgreiche Einsatz des Wirtschaftsministeriums in den Verhandlungen mit der EU-Kommission war richtig und wichtig, denn für den deutschen Raffineriesektor ist unverzichtbar, dass die Stromkosten international wettbewerbsfähig sind“, so Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV).

 

Wären die Belastungen wie ursprünglich geplant realisiert worden, hätte das die Stromkosten der deutschen Raffinerien um rund 220 Millionen Euro pro Jahr erhöht. Diese Kostenbelastung hätte in keinem Verhältnis zum Ertrag gestanden. Die Zukunftsfähigkeit der Raffinerien wäre in Frage gestellt worden – mit allen Konsequenzen für Arbeitsplätze, für industrielle Wertschöpfungsketten insbesondere der Petrochemie und damit für den Industriestandort Deutschland insgesamt.

 

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Deutsche Benzinpreise in Europa unter den günstigsten

Berlin, 26. März 2014

Deutschland hat vor Steuern mit die niedrigsten Kraftstoffpreise in Europa: Sowohl die Diesel- als auch die Benzinpreise liegen im EU-Vergleich aktuell auf Rang drei, in 25 der 28 EU-Mitgliedstaaten ist Kraftstoff teurer als hierzulande. Grund für die niedrigen Nettopreise ist der harte Wettbewerb im deutschen Tankstellensektor.

 

Durchschnittlich 62 Cent netto je Liter kostet aktuell der Liter Benzin (E5) in Deutschland laut EU-Statistik, bei Diesel sind es 67 Cent. Erst durch die Besteuerung mit knapp 90 Cent je Liter Benzin rutscht Deutschland in der Benzinpreistabelle von Rang 3 auf 18 ab. Bei Diesel führt die Steuerbelastung von rund 68 Cent je Liter zu Platz 15.

 

Im Tagesverlauf kommt es regelmäßig zu einer Berg- und Talfahrt der Benzinpreise. Denn der Wettbewerb wird immer härter. Obwohl der Kraftstoffabsatz seit zehn Jahren schrumpft, ist die Zahl der Tankstellen in etwa gleich geblieben. Der Konkurrenzkampf um die Kunden wird über den Preis geführt: Die Tankstellen unterbieten sich gegenseitig, wodurch der Benzinpreis über den Tag mehr und mehr abbröckelt. Irgendwann liegt dieser so nah am Einkaufspreis, dass eine weitere Senkung gesetzlich verboten ist. Weil dann auch die Vertriebskosten nicht mehr gedeckt sind, müssen die Tankstellenpreise am Abend wieder angehoben werden, so dass am nächsten Morgen der Preiskampf von vorne beginnt.

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Dieselpreis auf Zweieinhalb-Jahres-Tief

Berlin, 23. März 2014

Vor dem Hintergrund relativ entspannter Öl- und Produktmärkte ist der Literpreis für Diesel an den Tankstellen in Deutschland im Vergleich zum März 2013 um 6 Cent gefallen. Mit 1,34 Euro je Liter ist Diesel auf dem bislang tiefsten Stand 2014 und so günstig wie zuletzt Mitte August 2011. Der Benzinpreis liegt 8 Cent niedriger als im März vor Jahresfrist und mit Preisen um 1,47 Euro ebenfalls nahe seinem Zwei-Jahres-Tief.

 

Der deutsche Tankstellenmarkt reagiert damit auf niedrigere Ölnotierungen und gesunkene Beschaffungskosten für Benzin und Diesel. Der Ölpreis bewegt sich seit Jahresbeginn in einer engen Spanne zwischen 106 und 109 Dollar je Barrel (159 Liter). Ein Grund für die entspannte Preisentwicklung ist die reichliche Ölversorgung. So hat der OPEC-Mitgliedstaat Irak sein Angebot in jüngster Zeit um eine halbe Million auf 3,6 Millionen Barrel pro Tag erhöht. Die OPEC insgesamt liefert 30,5 Millionen Barrel täglich aus. Das ist fast eine Million Barrel Öl pro Tag mehr, als für die Weltölnachfrage derzeit notwendig ist. Europäern kommt zudem der starke Euro zugute. Das vergünstigt die Rohölimporte, die in Dollar bezahlt werden.

 

Die Beschaffungskoten für Diesel am Rotterdamer Markt sind im Vergleich zum Vorjahr, März 2013, um 5 Cent je Liter gefallen. Der Tankstellenpreis für Diesel vor Steuern ging ebenfalls um 5 Cent zurück. Bei Benzin sanken die Beschaffungskosten und der Netto-Tankstellenpreis binnen Jahresfrist um jeweils rund 7 Cent. Die Beschaffungspreise für Benzin und Diesel sind Weltmarktpreise, die sich global nach dem Angebot von und der Nachfrage nach Mineralölprodukten richten. MWV-Hauptgeschäftsführer Klaus Picard: „Der harte Wettbewerb der Tankstellen hat dazu geführt, dass sinkende Beschaffungskosten an die Verbraucher weitergegeben wurden.“

 

Grafik: Nordsee-Sorte Brent. 1 Barrel = 159 Liter.

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Mineralöl spielt zentrale Rolle im Energiemix

Berlin, 18. März 2014

Mit einem Anteil von einem Drittel am deutschen Energiemix ist Mineralöl auch 2013 der wichtigste Energieträger in Deutschland. Das geht aus dem Bericht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hervor, einem Zusammenschluss von Energieverbänden und Forschungsinstituten zur Ermittlung des Energieverbrauchs im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums.

 

Der Anteil ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Trotz leicht sinkender Nachfrage ist zu erwarten, dass Öl auch in Zukunft seine zentrale Bedeutung behalten wird: Die Energieszenarien der Bundesregierung sehen Mineralöl mit einem Anteil von 30,5 Prozent im Jahr 2030 weiterhin als wichtigen Bestandteil im deutschen Energiemix.

 

„Der Rohstoff Öl war 2013 Garant für bezahlbare Mobilität und Wärme in Deutschland und er bleibt es weiterhin“, sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Klaus Picard. Die Mineralölwirtschaft ist unverzichtbarer Teil der industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland und steht für kontinuierlich hohe Investitionen und qualifizierte Arbeitsplätze.

 

Mineralöl ist ohne Subventionen wettbewerbsfähig und trägt die höchste Steuerlast aller Energieträger. Das jährliche Steueraufkommen von mehr als 50 Milliarden Euro ermöglicht es dem Staat, seine sozialen Verpflichtungen zu erfüllen. Aus dem Alltag sind Mineralölprodukte nicht mehr wegzudenken: Rund 60 Prozent gehen in Form von Kraftstoffen wie Benzin, Diesel und Kerosin in den Mobilitätssektor, knapp 20 Prozent als Heizöl in den Wärmesektor. Mineralölprodukte finden sich zudem in vielen Produkten des Alltags wieder: Zahnbürsten, Kugelschreiber, Textilien, Kosmetik, Waschmittel, Spielzeug, Küchengeräte und Medikamente.

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Benzinpreis in sechs Monaten um 15 Cent gefallen

Berlin, 21. Januar 2014

Vor dem Hintergrund gut versorgter Weltmärkte für Rohöl und Mineralölprodukte ist der Benzinpreis im vergangenen halben Jahr um 15 Cent je Liter gefallen, der Dieselpreis um 10 Cent. Die Kraftstoffpreise haben damit den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren erreicht: Benzin ist mit 1,47 Euro so günstig wie zuletzt im Dezember 2011, bei Diesel muss man mit aktuell 1,36 Euro bis August 2011 zurückgehen. Noch Mitte Juli lag E10 im Bundesdurchschnitt bei knapp 1,62 Euro, Diesel bei 1,46 Euro.

 

Reichlich versorgte Ölmärkte lassen den Ölpreis um drei Prozent von 110 auf 106 Dollar je Barrel (159 Liter) sinken; Hinweis: Kurzfristige Schwankungen können mehr als einen Dollar betragen. Die USA produzierten 2013 mit 8 Millionen Barrel pro Tag erstmals seit 20 Jahren wieder mehr Öl im eigenen Land, als sie importierten. Die Ölförderung in Libyen hat sich binnen eines Monats auf derzeit rund 600.000 Barrel pro Tag verdoppelt. Hinzu kommen positive Erwartungen an die Verhandlungen mit dem Iran; ein Ende des Ölembargos könnte die Versorgung um 500.000 Barrel täglich erhöhen. Die globale Ölnachfrage von 91 Millionen Barrel am Tag ist laut Internationaler Energie-Agentur bereits auf dem aktuellen Förderniveau gedeckt. Gemessen in Euro-Cent je Liter, ist der Ölpreis seit Juli sogar um mehr als sechs Prozent gefallen. Der Grund hierfür ist der nach wie vor starke Euro zum Dollar.

 

Basis für die Tankstellenpreise in Deutschland bilden die Beschaffungskosten der Mineralölprodukte Benzin und Diesel – das sind Weltmarktpreise mit Rotterdam als wichtigstem Markt in Europa. Die Beschaffungskosten sind in jüngster Zeit analog zum Rohöl deutlich zurückgegangen.

 

„Der harte Wettbewerb führt dazu, dass gesunkene Beschaffungskosten als niedrige Tankstellenpreise beim Verbraucher ankommen“, sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Klaus Picard. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang die Meldung des Statistischen Bundesamts, wonach allein wegen des Rückgangs der Kraftstoffpreise die Gesamt-Autokosten in Deutschland 2013 um 0,6 Prozent gesunken sind.

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Pressekontakt

Alexander von Gersdorff
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mineralölwirtschaftsverband e.V.
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Tel. +49 30 202 205-50
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